| Im Anschluss an die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages
zwischen der Hochschule Mannheim und dem Institut National
Polytechnique de Lorraine in Nancy im Oktober 1990 wurde
das Hochschulinstitut für deutsch-französische
Studiengänge an der Hochschule Mannheim gegründet
und im Jahre 2000 im Rahmen der Gründung der Deutsch-Französischen
Hochschule, der Nachfolgeinstitution des Deutsch-Französischen
Hochschulkollegs, in Deutsch-Französisches Kompetenzzentrum
Ingenieurwissenschaften umbenannt.
Das Deutsch-Französische Kompetenzzentrum Ingenieurwissenschaften
(DFKI) organisiert und verwaltet die Durchführung
der deutsch-französischen integrierten Studiengänge
an der Hochschule Mannheim. Seit 1990 besteht der binationale
Studiengang Verfahrenstechnik sowie seit dem Wintersemester
1995/96 auch der binationale Studiengang Maschinenbau.
Es handelt sich um zehnsemestrige integrierte Studiengänge,
die mit zwei nationalen Diplomen, dem deutschen Titel
Dipl.-Ing. (FH) und dem französischen
Ingénieur Diplômé, dem Äquivalent
eines Universitätsdiploms, abschließen.
Das deutsch-französische Studium beginnt für
die deutschen Studierenden an der HS Mannheim mit dem
fünften Semester des Regelstudienplans. Das sechste
Semester ist das zweite praktische Studiensemester, das
die deutschen Teilnehmer am binationalen Studiengang in
einer französischen Firma oder im französischsprachigen
Ausland, die französischen Studierenden in einer
deutschen Firma machen müssen. Im siebten und achten
Semester studieren Deutsche und Franzosen gemeinsam an
der HS Mannheim, im neunten und zehnten Semester an den
Partnerhochschulen in Nancy, den Grandes Ecoles FITI-ENSIC
(Verfahrenstechnik – Génie Chimique) und
der FITI-ENSMN (Maschinenbau – Matériaux
et Gestion de Production). Die Abkürzungen stehen
für: Formation d’Ingénieurs des Techniques
de l’Industrie (FITI) an der Ecole Nationale Supérieure
des Industries Chimiques (ENSIC) sowie an der Ecole Nationale
Supérieure des Mines de Nancy (ENSMN).
Die Studierenden in den binationalen Studiengängen sind an beiden
beteiligten Hochschulen sowie an der Deutsch-Französischen
Hochschule/Université Franco-Allemande (DFH/UFA)
immatrikuliert und werden in den Auslandsphasen ihres
deutsch-französischen Studiums von der DFH durch
Stipendien gefördert. Für den binationalen Studiengang
Verfahrenstechnik können sich auch Interessenten
aus dem Studiengang Chemische Technik bewerben, da das
Anforderungsprofil dem der Verfahrenstechnik gleicht.
Der deutsch-französische Studiengang Maschinenbau
erfährt in der Phase in Frankreich die Vertiefungsrichtung
Material- und Verwaltungswissenschaften, wodurch das klassische
Maschinenbaustudium sehr gut nach modernen Anforderungen
ergänzt wird.
Die Kompetenz in der Sprache, Kultur und in der Industrie
des Partnerlandes stellt einen unschätzbaren Mehrwert
bei einem binationalen Studiengang dar. Der Arbeitsmarkt
hat zudem seit jeher und unverändert ein hohes Interesse
an den international qualifizierten Absolventen der deutsch-französischen
Studiengänge.
Zulassungsvoraussetzungen für beide Studienrichtungen
sind das abgeschlossene Grundstudium und mindestens Grundkenntnisse
der französischen Sprache. Der Bewerbungsschluss
ist jeweils der 31. Mai des Jahres; der Studienbeginn
ist wegen der französischen Studienjahre nur zum
Wintersemester möglich. Weitere detaillierte Informationen
und Bewerbungsunterlagen sind im Büro des Deutsch-Französischen
Kompetenzzentrums erhältlich.
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