Karl-Völker-Stiftung

Die Karl-Völker-Stiftung wird 1990 mit dem Ziel eingerichtet, Wissenschaft und Forschung in den Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Mannheim zu fördern. Zunächst stehen Projekte aus dem Bereich Mess- und Regeltechnik im Mittelpunkt der Förderung, heute fließen die Stiftungsmittel in alle naturwissenschaftlichen und technischen Forschungsgebiete der Hochschule Mannheim. 

Karl Völker war der Praxis sehr verbunden - es war ihm wichtig, dass Forschungsergebnisse aus den Stiftungsprojekten, auch Anwendung in den Unternehmen finden. Daher fördert die Karl-Völker-Stiftung vor allem die Entwicklung neuer Verfahren und Technologien für die Industrie. Neben dem innovativen Ansatz ist der Anwendungsbezug des Themas eines der Hauptbewilligungskriterien, um Forschungsgelder der Karl-Völker-Stiftung zu erhalten.

Neben der direkten Unterstützung von Forschungsvorhaben hat sich die Karl-Völker-Stiftung zu einem Motor für neue Forschungsaktivitäten und für weiteren Mittelzuwachs entwickelt. Durch sogenannte Machbarkeitsstudien wird einerseits neuberufenen Professoren der Einstieg in die Forschung erleichtert. Andererseits erhöhen sich die Erfolgschancen von Forschungsanträgen an Land oder Bund durch eine vorangegangene Machbarkeitsstudie ganz wesentlich. So werden die Mittel der Karl-Völker-Stiftung auch erfolgreich zur Anschubfinanzierung für weitere und größere Forschungsvorhaben genutzt. 

Die ausgesprochen positive Wirkung auf die Forschungsaktivitäten der Hochschule Mannheim und die überzeugenden Ergebnisse der Forschenden veranlassen den Stifter, die jährliche Fördersumme in den ersten zehn Jahren kontinuierlich zu erhöhen. Ab der zweiten Dekade der Stiftung kann die Hochschule Mannheim rund 400.000 Euro pro Jahr an zusätzlichen Forschungsmitteln aus der Karl-Völker-Stiftung fest einplanen. 

Neben der Förderung von Forschungsprojekten lobt die Karl-Völker-Stiftung seit 1990 einen Preis für eine herausragende Abschlussarbeit aus allen naturwissenschaftlichen und technischen Fakultäten aus. Der Karl-Völker-Preis wird jährlich vergeben und ist mit einem Betrag von 2.500 Euro dotiert. Er soll den Studierenden, die im Rahmen der Forschungsprojekte mit großem Eifer ihre Abschlussarbeiten erstellen, einen Anreiz bieten, ihr herausragendes Engagement und ihre besondere Leistungsbereitschaft weiter zu verfolgen. 

Karl Völker hat mit seiner Stiftung an der Hochschule Mannheim ein wertvolles Instrument geschaffen, mit dem die Hochschule bestehende FuE-Aktivitäten dauerhaft verstärken bzw. neue Initiativen auf dem Weg bringen kann. Das Engagement von Karl Völker hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Hochschule Mannheim heute ein gefragter Kooperationspartner für Wissenschaft und Wirtschaft ist und zu den forschungsaktiven Hochschulen des Landes gehört. Eine lebendige und erfolgreiche Wissenschaft ist eine unverzichtbare Basis für eine innovative Lehre und ein besonderes Qualitätsmerkmal einer modernen Hochschule. Die Karl-Völker-Stiftung hat wesentlichen Anteil daran, dass die Hochschule Mannheim dieses Profilelement erwerben konnte. 

Zusammengestellt von Dr. Monika Neubauer aus: 20 Jahre Karl-Völker-Stiftung, Gesamtverantwortung Prof. Dr. Christian Maercker und Prof. Dr. Georg Winterstein, Redaktion Dr. Monika Neubauer, Konzeption und Gestaltung Silvia Auer (B.A.), Auerdesign Karl-Völker-Stiftung, Mannheim, April 2011