|
Strategiebildung ist an der Fachhochschule Mannheim ein
nachhaltiger Prozess. Bereits seit Mitte der 90er Jahre
hat die Hochschule in jährlich durchgeführten,
extern moderierten Strategieworkshops die Leitlinien für
die Entwicklung der Hochschule diskutiert. Als Ergebnis
eines bottom-up-Prozesses im Dialog mit den Mitgliedern
der Hochschule und dem Hochschulrat wurde ein Struktur-
und Entwicklungsplan erstellt, der den Reformprozessen
eine klare Richtung aufzeigt. Hierbei sind neben der Einführung
von Bachelor- und Masterstudiengängen, mit denen
die Hochschule bereits 1998 im Rahmen von Bundesmodellversuchen
begonnen hat, die Einführung eines umfassenden Qualitätssicherungssystems,
die Ergründung der Ursachen für Studienabbrüche,
die Wettbewerbslage der Studiengänge, die Einführung
einer Kosten- und Leistungsrechnung mit einer kennzahlenbezogenen
internen Ressourcenzuteilung und ein wirksames Controlling
die zentralen Themen.
Das Gutachtergremium stellte insbesondere die Forschungsaktivitäten
der Hochschule heraus. Die Fachhochschule Mannheim ist
seit Jahren eine der forschungsaktivsten Fachhochschulen
des Landes, was auch durch die Einwerbung von Drittmitteln
bestätigt wird. Ein bedeutender Faktor ist hierbei
u. a. die hochschuleigene Karl-Völker-Stiftung. Ein
zentrales Institut für Angewandte Forschung informiert,
berät und koordiniert hierbei seit vielen Jahren
die entsprechenden Aktivitäten der Fachbereiche und
Organisationseinheiten der Hochschule. Dass an Fachhochschulen
Forschung auf sehr hohem Niveau durchgeführt wird,
dafür zeugen nicht nur die vier an der Fachhochschule
Mannheim durch Unternehmen eingerichteten Stiftungsprofessuren.
Als erste Fachhochschule in Deutschland ist sie gleichberechtigt
an einem Graduiertenkolleg der Deutschen Forschungsgemeinschaft
beteiligt. Nach einer Untersuchung der Hochschulrektorenkonferenz
nimmt sie in Bezug auf ihre Größe die Spitzenstellung
bei laufenden oder bereits abgeschlossenen Promotionen
von Fachhochschulabsolventen an deutschen Universitäten
ein.
„Wir haben eine hervorragende Ausgangsposition
im schärfer werdenden Wettbewerb“, freut sich
Prof. v. Hoyningen-Huene „durch die großartige
Unterstützung der Unternehmen der Region“.
Der Hochschule steht ein beratendes Gremium mit fünfzig
leitenden Vertretern aus Wirtschaftsunternehmen zur Seite.
Sie konnte Fachbereichsbeiräte aus der Industrie
als Untergliederung des Vereins der Freunde der Hochschule
gewinnen. Wegweisend in der Verknüpfung der praxisorientierten
Ausbildung und dem Wissenstransfer steht das an der Hochschule
in Kooperation mit den Unternehmen entwickelte studienbegleitende
Trainee-Programm. Daneben steht die Hochschule im engen
Kontakt mit allen anderen Hochschulen der Region, pflegt
Kooperationen im Bereich Lehre und Forschung und führt
mit ihnen kooperative Studiengänge durch.
Die internationale Orientierung der Hochschule erkennt
man an dem mit 20 Prozent mittlerweile hohen Anteil ausländischer
Studierender aus über 90 Ländern. Hierdurch
ist bereits im Studium ein enger Kontakt mit Kommilitonen
aus anderen Ländern möglich. Interkulturelles
Verständnis und kulturelle Empathie werden dadurch
gefördert. Aufgrund des weltweiten Netzwerkes von
Kooperationen der Fachhochschule Mannheim mit ausländischen
Hochschuleinrichtungen kann jedem Studierenden der Hochschule
ein Auslandsaufenthalt ermöglicht werden. Inzwischen
verbringen rund 25 Prozent aller Studierenden einen Teil
ihres Studiums im Ausland. Um dies finanziell zu unterstützen,
verfügt die Hochschule über ein eigenes Stipendienprogramm.
Außerdem gibt es einen Notfallfonds für finanziell
in Not geratene ausländische Studierende.
|