Deutsch-Französisches Zentrum (DFZ)

Im Anschluss an die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Hochschule Mannheim und dem Institut National Polytechnique de Lorraine in Nancy (INPL – heute: Université de Lorraine) im Jahre 1990 wurde an der Hochschule Mannheim das Hochschulinstitut für Deutsch-Französische Studiengänge, die Vorgängerinstitution des heutigen Deutsch-Französischen Zentrums gegründet. Ziel dieser Einrichtung ist es, als Serviceinstitution in der Hochschule binationale deutsch-französische Studiengänge zu organisieren, zu verwalten und zu entwickeln. 

 Das deutsch-französische Studienprogramm Verfahrens- und Chemietechnik existiert bereits seit 1990, das deutsch-französische Studienprogramm Maschinenbau seit 1994. Es handelt sich um integrierte binationale Programme in Kooperation mit den Grandes Ecoles Ecole Nationale Supérieure des Industries Chimiques (ENSIC Nancy) in der Verfahrens- und Chemietechnik und mit der Ecole Nationale Supérieure des Mines de Nancy (ENSMN) im Maschinenbau. Sie sind konsekutiv gemäß der Bologna-Vereinbarung in Bachelor- und Masterstudien aufgebaut. 

Im binationalen Studienprogramm Maschinenbau gibt es zwei mögliche Studienrichtungen. Die Studienvertiefung „Materialwissenschaften und Produktionsplanung“ („Matériaux et Gestion de Production“) findet an der ENSMN am Standort Nancy statt. Die Studienrichtung „Konstruktion“ („Conception“) gibt es am zweiten Standort der ENSMN in St. Dié-des-Vosges.

Die deutschen Studieninteressenten bewerben sich an der Hochschule Mannheim zunächst für den „nationalen“ Studiengang Verfahrenstechnik (Bachelor), Chemische Technik (Bachelor) oder Maschinenbau (Bachelor); die Bewerbung um einen Platz in den binationalen Studienprogrammen erfolgt erst im 3./4. Semester des Bachelorstudiums. 

Das deutsch-französische Studium beginnt für die deutschen Studierenden mit dem 5. Fachsemester, das an der französischen Partner-Grande Ecole verbracht wird. Dort entspricht es dem ersten Semester des ersten Studienjahres („Première Année“). Hier studieren die Deutschen bereits zusammen mit ihren französischen Pendants, die auf französischer Seite den deutsch-französischen Studiengang begonnen haben. Im folgenden Semester verbringen die Deutschen ein Praktisches Studiensemester in der französischen Industrie, während die französischen Studierenden ihr Praxissemester in der deutschen Industrie ableisten. 

Im Anschluss an die praktische Studienphase, die nach deutscher Zählweise dem 6. Fachsemester im Bachelorstudiengang entspricht, studieren alle Binational-Studierenden im 7. Semester an der Hochschule Mannheim weiter. In diesem Semester werden die dort vorgesehenen Vorlesungen gemeinsam besucht, die Prüfungen abgelegt und zudem während dieses Semesters muss eine Bachelorarbeit verfasst werden. 

Nach den erfolgreich abgelegten Bachelor-Prüfungen und dem Kolloquium über die Bachelorarbeit hat man den Bachelor-Grad erworben und wird bei einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 („gut“) zum anschließenden dreisemestrigen Masterstudium zugelassen. 

Das bedeutet, dass die Binational-Studierenden dann das erste Mastersemester an der Hochschule Mannheim absolvieren, um dann wieder an die dem Studienprogramm entsprechende Partner-Grande-Ecole zu wechseln. Dort wird im zweiten Master-Semester weiterstudiert, welches dem ersten Halbjahr des so genannten Troisième Année der Partnerhochschulen entspricht. Das zweite Halbjahr bzw. nach deutscher Zählweise das dritte Mastersemester ist für die Masterarbeit vorgesehen. Es soll generell im Ausland, nicht unbedingt in Deutschland oder Frankreich, verbracht werden, aber nicht in einem Unternehmen des jeweiligen Heimatlandes. 

Nach dem erfolgreich abgelegten Master-Kolloquium, das gleichzeitig der Soutenance du Rapport de Fin d’Etudes entspricht, erhalten die Binational-Studierenden den deutsch-französischen Mastergrad sowie das französische Ingenieurdiplom (Ingénieur diplômé). 

Die Hochschule Mannheim ist Mitgliedshochschule bei der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH)/Université Franco-Allemande (UFA) und ihre binationalen Studienprogramme werden von der DFH gefördert, u. A. mit Mobilitätskostenzuschüssen und Sprachkursstipendien. Die Studierenden sind während ihrer gesamten Studienzeit gleichzeitig an der Heimat- und der Gasthochschule sowie bei der DFH immatrikuliert. 

Das Deutsch-Französische Zentrum organisiert und verwaltet die Durchführung der deutsch-französischen integrierten Studiengänge an der Hochschule Mannheim. 

Zulassungsvoraussetzungen für die Zulassung um einen Studienplatz in den deutsch-französischen Studienprogrammen der Hochschule Mannheim sind das abgeschlossene Vor-Bachelor-Studium sowie mindestens Grundkenntnisse der französischen Sprache. Der Bewerbungsschluss ist jeweils der 30.4. des laufenden Kalenderjahres.

Weitere Informationen erteilt Frau Maurer-Neubert, DFZ, oder Prof. Trägner, Studiengangsleiter in der Fakultät für Verfahrens- und Chemietechnik, und Prof. Weiser, Studiengangsleiter in der Fakultät Maschinenbau.

Kontakt

Sabine Maurer-Neubert, M.A. 
Geschäftsführende Leitung
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S.Maurer-Neubert