Vortragsreihe Regenerative Energiesysteme

Mit der Veranstaltungsreihe will die Hochschule eine interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien informieren, auch über die eigenen Forschungsaktivitäten an der Hochschule hinaus. Sie versteht sich auch als Forum für die Diskussion technischer, ethischer, ökonomischer und ökologischer Aspekte der nachhaltigen Energiewirtschaft.
Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von einem fakultätsübergreifenden Arbeitskreis von Professoren, die sich im engeren und weiteren Sinne mit erneuerbaren Energien beschäftigen, in der Lehre, in Form von Forschungsprojekten, als Gutachter oder Consultant in Wirtschaft und Verwaltung.
Redaktion: Prof. Dr. Nilüfer Baba, Prof. Dr. Wolfgang Eisenmann, Prof. Thomas Hansemann, Prof. Dr. Thomas Hunger, Prof. Dr. Olaf Kittel, Prof. Dr. Matthias Rädle, Prof. Dr. Christoph Veyhl
Die aktuellen Vorträge finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Vorträge im Wintersemester 2025/26
04.12.2025
Sinnvolle Transformation und Energiewende für die Industrie mit neuen Hallen-Heizungssystemen
09.10.2025
KI-Systeme in Stromverteilnetzen – Überwachung, Optimierung und Fehlerortung mit Künstlichen Neuronalen Netzen
Prof. Dr.-Ing. Michael Igel, Institut für Elektrische Energiesysteme der htw saar
Vorträge im Wintersemester 2024/25
07.11.2024
Ladeunterwerke für Akkutriebzüge
Dipl.-Ing. Jens Northe, Seniorexperte im Bereich Systemdesign der Rail Power Systems GmbH (RPS) in Offenbach.
28.11.2024
„Mannheimer Modell“ zur Wärmewende
Dipl.-Ing. Stephan Grimm, Gesamtprojektleiter „Grüne Wärme“, MVV Energie
Vorträge im Sommersemester 2024
02.05.2024
MELT Plates - Wärmespeicherplatten zum Einsatz in Leichtbauten
Frederik Wunder, M.Sc. und Dr. Sebastian Sonnick, Melt-Ing GmbH und Technische Hochschule Mannheim, CeMOS
Vorträge im Wintersemester 2023/24
30.11.2023
Bio-Energie aus nachwachsenden Rohstoffen
Prof. Dr. Dennis Gövert, Technische Hochschule Mannheim, Fakultät für Biotechnologie
09.11.2023
Großwärmepumpen - Ein wenig Theorie und viele Praxisbeispiele
Dr.-Ing. Olaf Thun, Senior Project Manager, INP Deutschland GmbH
Vorträge im Sommersemester 2023
25.05.2023
Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in BW
Dr.-Ing. Felix Teufel, EnBW mobility+ AG und Co.KG Karlsruhe
27.04.2023
Energiewende aus Sicht eines städtischen Verteilnetzbetreibers
Dipl.-Ing. Peter Lautz, Geschäftsführer Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH
30.03.2023
PV-Stromdeckung im Eigenheim: Zusammenspiel von PV und Haushaltstrom, E-Mobilität und Wärmepumpen in Einfamilienhäusern
Rafael Lang, Geschäftsführer blue-oak GmbH, Mannheim
Vorträge im Wintersemester 2022/23
24.11.2022
Klimaschutz in den Kommunen - vom Konzept zur Umsetzung
Herrn Dr. Kessler
Vorträge im Sommersemester 2022
23.06.2022
Mannheim klima-neutral 2030 - von Zielen, Utopien und sonstigen Ambitionen!
Georg Pins, Abteilungsleiter Klimaschutz der Stadt Mannheim
19.05.2022
Batteriematerialien der Elektromobilität
Dr. David Henriques, Technische Hochschule Mannheim
21.04.2022
From energy to eMotion:Qualitätssicherung in der Batteriefertigung
Prof. Dr. Jens Hansen, Carl Zeiss IQS
20.01.2022
Technologiewettstreit in der E-Mobilität: Brennstoffzell- oder batterieelektrischer Antrieb
Prof. Dr. Nilüfer Baba, Technische Hochschule Mannheim
Vorträge im Wintersemester 2021/22
18.11.2021
Die zukünftige Rolle des Wasserstoffs in der industriellen Fertigung
Prof. Dr. Birgit Scheppat, Hochschule RheinMain
Vorträge im Wintersemester 2018/19
25.10.2018
Ownhome - das Haus für ein gutes Leben für Alle auf Basis eines niedrigen Ressourcen- und Energieverbrauchs
Klemens Jakob, Geschäftsführer Ownworld
Es werden nicht mehr an Ressourcen und Energien verbraucht als für einen Menschen bei einer gerechten Verteilung auf unserer Erde zur Verfügung stehen. Die 2000-Watt-Gesellschaft ist ein energiepolitisches Modell, das im Rahmen des Programms Novatlantis an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) entwickelt wurde. Gemäß dieser Vision sollte der Energiebedarf jedes Erdenbewohners einer durchschnittlichen Leistung von 2000 Watt auf der Stufe der Primärenergie entsprechen.
Erreicht wurde dies durch:
- die Verwendung von natürlichen Baumaterialien (Holz, Kalk und Lehm),
- gute Isolation. 10 cm flexible Holzfasermatten und 10 cm Holzweichfaserplatten. Zur Optimierung wurde eine Vakuum-Isolation entwickelt die jedoch beim Bau noch nicht eingesetzt werden konnte,
- den Einsatz eines Latentwärmespeichers (500 kg PCM-Material mit einem Schmelzpunkt bei 21° C),
- elektrische Autarkie durch Photovoltaik, einen Batteriespeicher und ein modernes Gleichstromnetz,
- Wasserautarkie durch die Aufbereitung von Grauwasser und Regenwasser über eine Pflanzenkläranlage und Filter,
- ein im Süden vorgebautes Folienhaus, das die Wärmeversorgung unterstützt.
29.11.2018
Auswirkung des EE-Ausbaus auf die Netzführung in Verteilnetzen
Dr.-Ing. Klaus Zimmer, Netzmanagement, Pfalzwerke Netz AG
Der Ausbau der installierten Leistung im Bereich der Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern hat zu einem Funktionswandel der Übertragungs- und Verteilnetze geführt. Zusätzlich zu technischen Anforderungen sind auch durch neue Vermarktungsmodelle erweiterte Anforderungen in Bezug auf die Steuerung von Netzen entstanden. Die hieraus resultierende Zunahme der Komplexität der Netzführung hat die Aufmerksamkeit auf Risiken und den entstandenen Entwicklungs- sowie Festlegungsbedarf gelenkt.
13.12.2018
Chemische Umwandlung von klimaschädlichen Gasen wie zum Beispiel Kohlendioxid (CO2)
Philipp Engelkamp Geschäftsführer, INERATEC GmbH
Die chemische Umwandlung von klimaschädlichen Gasen wie zum Beispiel Kohlendioxid (CO2) zusammen mit erneuerbarem Wasserstoff (H2) in synthetische, nicht-fossilstämmige Kohlenwasserstoffe ist heute wichtiger denn je, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Denn diese synthetischen Kohlenwasserstoffe können in hochwertige Kraftstoffe wie Benzin, Kerosin und Diesel sowie in chemische Grundstoffe weiterveredelt werden.
Der dezentrale Anfall von Treibhausgasen sowie die dezentrale Erzeugung von erneuerbarer Elektrizität bieten riesige Chancen für eine dezentrale Umwandlung der Ausgangsstoffe. Dies wird durch die innovative chemische Reaktortechnologie der INERATEC GmbH ermöglicht, welche so kompakt ist, dass die gesamte verfahrenstechnische Anlage in einen Standardschiffscontainer integriert werden kann. Geschäftsführer Philipp Engelkamp stellt INERATEC und die europäischen Projekte vor.
Vorträge im Wintersemester 2017/18
26.10.2017
Bahn und Energie
Dipl.-Ing. Jens Northe Senior Expert System Design bei Rail Power Systems GmbH; Offenbach
Hoher Energie- und schnell schwankender Leistungsbedarf von Bahnen, der ältesten Form der Elektromobilität, stehen im wirtschaftlichen Fokus der Betreiber und führen kontinuierlich zu technischen Entwicklungen. Neben neuen Impulsen zu den bekannten Feldern energieeffizientes Fahren und energieeffiziente Netzstrukturen, kommen heute insbesondere aus dem politischen Umfeld Anforderungen hinsichtlich der Integration regenerativer Energie und E-Mobility. Es werden aktuelle Entwicklungen aus dem Umfeld der Bahntechnik vorgestellt, die sich insbesondere aus den politischen Vorgaben zur Anwendung regenerativer Energien bei der Energieerzeugung und den Zielen der E-Mobility ergeben. Eingegangen wird sowohl auf Energieeinsparungen beim Fahren als auch auf Überlegungen zur zukünftigen Energieeinspeisung.
16.11.2017
Klimawandel zum Anfassen und Erleben – ein Ort der Kommunikation und der Begegnung
Alfred Ehrhard Vorstandsvorsitzender Klima Arena Sinsheim
Im September 2014 gründeten die Gesellschafter der Dietmar Hopp Stiftung die Klimastiftung für Bürger mit Ziel der Errichtung und dem Betrieb eines Erlebniszentrums zur Bewusstseinsschaffung und zum Erlebbarmachen insbesondere der Themen Umwelt, Klimaschutz und Klimawandel, Erneuerbare und Regenerative Energien, Energieeffizienz und Schutz der Ressourcen. Hieraus ist die Planung einer Klima Arena in Sinsheim entstanden als ganzheitliches Projekt mit umfassenden Aufgaben und Fragestellungen zu den Themen des Klimawandels. Das Gebäude ist als Energie-Plus-Haus nach DGNB-Standard Platin geplant und erzeugt damit mehr Energie als es selbst verbraucht. Hierzu wird innovative Technik zur Wärme- und Kälteerzeugung eingesetzt. In der Ausstellung selbst werden in vier Bereichen die Themen der Stiftung aufgearbeitet. Nämlich Grundlagen des globalen Klimawandels, Lebensstil und Konsum, Mobilität und Energie und Wohnen. Ergänzt wird die Einrichtung durch einen mehr als 10.000 m² umfassenden Außenbereich, der sich den Themen Energie und Wohnen, aber auch Lebensraum Natur und Wirtschaftsraum Natur widmet und hier durch anschauliche Gestaltung und Darstellung der Veränderungen von Fauna und Flora die möglichen Ergebnisse des Klimawandels versucht plakativ darzustellen.
14.12.2017
Thema und Abstract folgen
Vorträge im Sommersemester 2017
6.4.2017
Elektromoblität bei Opel, der Ampera-e, neues Elektrofahrzeug mit großer Reichweite
Dipl.-Ing. Roland Matthé, GM Technical Fellow, Rüsselsheim
Das neue Elektrofahrzeug Ampera-e bietet sehr hohe Reichweite (> 500 km im NEDC) und dynamische Fahrleistungen (0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden).
Im Vortrag wird die Technik des Fahrzeuges, der elektrischen Antriebseinheit und des Batteriesystems beschrieben. Im Vergleich werden die Batterie und der Antrieb des Elektrofahrzeuges mit Reichweitenverlängerung („Range Extender“, EREV) Opel Ampera und eines Hybridfahrzeuges (Chevrolet Malibu) vorgestellt. Die spezifischen Entwicklungsaktivitäten für die Entwicklung von automobilen Batteriesystemen werden dargestellt.
27.4.2017
Innovationen für die Gebäude-Energieversorgung der Zukunft
Dipl.-Ing. Dominik Bestenlehner, Forschungs- und Testzentrum für Solaranlagen TZS, Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik ITW, Universität Stuttgart
Die effiziente Energieversorgung von Gebäuden ist einer der wichtigsten Bausteine der Energiewende. Dies betrifft nicht nur die Versorgung der Gebäude mit Strom sondern vor allem mit Wärme.
Im Vortrag werden unterschiedliche Ansätze zur Lösung der aktuellen Versorgungsproblematik vorgestellt. Diese bieten Umsetzungsmöglichkeiten sowohl auf Gebäudeebene wie auch innerhalb des Quartiers, sowie für den Prozess des Zusammenwachsens der Energieformen Strom und Wärme, der sogenannten Sektorenkopplung.
Weiter wird eine Einordnung der vorgestellten innovativen Ansätze im Vergleich zu konventionellen Lösungen gegeben.
18.5.2017
Smart Grids – Netze der Zukunft?
Dr.-Ing. Peter Noglik, ABB Forschungszentrum Ladenburg
Vorträge im Wintersemester 2016/17
20.10.2016
Ebay4Energy - Sharing Economy in der Energiewirtschaft
Prof. Dr.-Ing. Debora Coll-Mayor, Technische Hochschule Mannheim, Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen, Leiterin des Kompetenzzentrums für Energieeffizienz und Kraftwerksservice
In der Energiewirtschaft sind deutliche Veränderungen im Gange: Vertikal integrierte Strukturen werden aufgelöst; breit verteilte Erzeugungsressourcen durchdringen die Netze wie auch die Märkte. Dazu kommen neuerlich der Fokus auf den Verbraucher und die höhere Bewertung von Flexibilität. In dieser sich verändernden Landschaft entwickeln sich neue Geschäftsmodelle und fordern die alten heraus.
In diesem Vortrag werden neue Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft dargestellt, die geleitet werden vom Ansatz der "Sharing Economy", besonders solche, die die direkte Interaktion zwischen Produzent und Verbraucher nach P2P-Art ("peer-to-peer") ermöglichen, zum Beispiel der Kauf und Verkauf von PV-erzeugter Energie direkt zwischen Endverbraucher und Endproduzent.
17.11.2016
Neue Stadt Land Symbiosen als Folge der Energiewende: Energiedörfer als Schlüsselelemente einer nachhaltigen Energiewende
Prof. Dr. Peter Heck, Hochschule Trier, Campus Birkenfeld, Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffmanagement
Ländliche Regionen sind die Energiegärten der Metropolen. Sonne, Wind und insbesondere Anbaubiomasse bilden ein großes Potenzial, welches aber sorgfältig und systemschützend umgesetzt werden muss. Die Energiewende wird nur mit den Ressourcen des ländlichen Raumes möglich sein. Andererseits benötigt der ländliche Raum die Wertschöpfungspotenziale aus dem Umbau des Energiesystems, um Probleme der Strukturentwicklung und der Demographie zu bewältigen. Neben der Eigenversorgung der Siedlungen im ländlichen Raum ist die Bereitstellung von Energie für die urbanen Zentren von zentraler Bedeutung. Welche Potenziale haben die ländlichen Räume und welche Rolle spielt dabei das Energiedorf? Wie sieht die Ökonomie der Energiewende allgemein und insbesondere für den ländlichen Raum aus? Welche regionalen Wertschöpfungspotenziale können entstehen und welche Potenziale sind dabei von besonderer Bedeutung?
Auf der Basis von praktischer Projektarbeit in vielen Gemeinden und Kreisen in Deutschland werden die aktuelle Situation und die Entwicklungsmöglichkeiten geschildert.
15.12.2016
Erneuerbare Energien in Asien – Solar- und Bioenergie in Indien, Indonesien, Vietnam und Malaysia
Dr.-Ing. Matthias Eichelbrönner, E.Quadrat GmbH & Co. Projekt- und Beratungs-KG, Mannheim
Im Vortrag wird auf Potenziale und Erfahrungen bei der Beratung zu erneuerbaren Energien in Süd-Ost-Asien, speziell Malaysia, Indonesien und Vietnam eingegangen. Der Vortragende ist seit 2012 in der dortigen Region für die GIZ - Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH, Eschborn und private Projektentwickler tätig. Zur Sprache kommen eine Auswahl an Photovoltaik- und Bioenergie-Projektansätzen sowie landestypische Erlebnisse und Herausforderungen vor dem Hintergrund immenser Potenziale und eines ebenso großen Finanzbedarfs.