63. Workshop der MPC-Gruppe Baden-Württemberg an der Hochschule Mannheim

Die MPC-Gruppe ist die langjährigste Initiative zur Förderung der Mikroelektronik in Deutschland. Sie besteht seit 1988 und wurde im Rahmen der Schlüsseltechnologie-Initiative des Landes Baden-Württemberg gegründet. Die an der MPC-Gruppe beteiligten Hochschulen werden bei der Einrichtung und Unterhaltung von Entwicklungswerkzeugen für den Entwurf integrierter Schaltungen unterstützt. Rund 30 Professoren von 13 Baden-Württembergischen Hochschulen der angewandten Wissenschaften sind beteiligt und vertreten das Gebiet Entwurf und Test monolithisch integrierter Schaltungen. Über 1000 künftige Ingenieure jährlich erhalten somit Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Schaltungsintegration. Mit über 100 Abschlussarbeiten pro Jahr wird vielen Unternehmen der Weg für spätere Produkte mit hochintegrierten Bausteinen geebnet.

Prof. Dr. Jürgen Giehl vom Institut für Entwurf integrierter Schaltkreise der Hochschule Mannheim ist seit 2013 Sprecher der MPC-Gruppe. Er betont, dass die Mikroelektronik nach wie vor eine Schlüsseltechnologie sei, und auch wenn die Produktionsstätten immer mehr nach Asien verlagert würden, die Halbleiterindustrie für den weiteren industriellen Fortschritt in Europa besonders wichtig sei.

Die MPC-Workshops finden zweimal jährlich statt. An diesem 63. Workshop Mitte Februar gab es drei eingeladene und vier studentische Vorträge, bei denen Studierende und Doktoranden die Ergebnisse ihrer Arbeiten vortrugen. Zu jedem Workshop wird ein Tagungsband erstellt. Die Tagungsbände sind alle auf der Webseite http://www.mpc-gruppe.de als PDF zu finden und werden als Zeitschriftenreihe unter ISSN 1868-9221 der Solid State Circuit Society - German Section geführt.

Prof. Giehl betonte in seiner Begrüßung: „Die rasante Entwicklung der Mikroelektronik zeigt auch nach mehr als 30 Jahren immer noch exponentielles Wachstum und ist der Motor für den modernen technischen Fortschritt. Elektronische Chips begegnen uns überall im Alltag und sie machen es möglich, dass heutige Mobiltelefone ein Vielfaches an Rechen- und Speicherleistung haben wie z. B. Großrechenanlagen noch vor 20 Jahren. Weiterhin ist schnelle Elektronik die Basis für autonomes Fahren. Während 1988 noch ca. 1 Million Transistoren auf einem Chip zu finden waren, sind es heute mehr als 100 Milliarden“. 


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