Amtseinführung von Prof. Dr. Astrid Hedtke-Becker – Ministerin Bauer hält Festansprache

Baden-Württembergs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, führte heute Frau Prof. Dr. Astrid Hedtke-Becker feierlich in ihr Amt als Rektorin der Hochschule Mannheim ein. Sie war am 30.04.2019 in einer hochschulöffentlichen Sitzung von Hochschulrat und Senat gewählt worden. Ihre sechsjährige Amtszeit begann am 08.07.2019.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer freut sich auf die künftige Zusammenarbeit: „Prof. Dr. Astrid Hedtke-Becker übernimmt eine hervorragend aufgestellte Hochschule mit besten Zukunftsaussichten. Ich bin überzeugt, dass sie der Hochschule Mannheim zu noch mehr Strahlkraft verhilft, indem sie nicht nur auf der erfolgreichen Arbeit der letzten Jahre aufbauen wird, sondern sie mit eigenen Akzenten auch weiterentwickeln wird.“

Die Hochschulratsvorsitzende Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer sagte in ihrem Grußwort: „Mit Prof. Dr. Hedtke-Becker haben wir eine hervorragende Rektorin gewählt. Sie wird die Hochschule in einer dynamischen Zeit zukunftsfähig weiterentwickeln, um deren Spitzenplatz unter den deutschen Hochschulen langfristig zu sichern.“

„Die Initiativen der neuen Rektorin unterstützen wir als Verein der Freunde der Hochschule Mannheim mit all unserer Kraft. Unsere Verbindung zu den ehemaligen Studierenden, den wichtigsten Firmen der Region und die Verknüpfung in die Hochschule schafft optimale Synergien, um die Hochschule noch besser in den Rhein-Neckar Raum zu integrieren“, so Prof. Dr. Mario Mezler, Präsident des Vereins der Freunde der Hochschule Mannheim.

Zahlreiche Vertreter von Hochschul- und wissenschaftlichen Einrichtungen, der Industrie und dem gesellschaftlichen Leben waren beim Festakt anwesend. Nicht zuletzt war die Aula der Hochschule mit den Hochschulangehörigen – vielen Professor*innen, Mitarbeiter*innen und Studierenden besetzt.

In der neuen Hochschulleitung stehen der Rektorin Prof. Dr. Mathias Hafner, Prorektor für Forschung, Technologietransfer und Internationalisierung, Dr. Thomas Schüssler, Prorektor für Studium und Lehre und Claudia von Schuttenbach als Kanzlerin zur Seite. Ein neugeschaffenes Prorektorat für Digitalisierung wird in den nächsten Wochen besetzt.

In ihrer sechsjährigen Amtszeit plant Prof. Hedtke-Becker den Schwerpunkt Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft mit allen seinen Facetten in der Lehre und Forschung an der Hochschule zu verankern. Von daher wird es in der nahen Zukunft eine der zentralen Aufgaben sein, ein wirksames Digitalisierungskonzept zu entwickeln und umzusetzen.

Die Hochschule muss sich in den nächsten Jahren vielen Herausforderungen stellen. Zur Sicherung der Studienanfänger*innenzahlen muss sie eine Positionierungsstrategie im regionalen und überregionalen Bereich durch eine stärkere Sichtbarkeit und Erkennbarkeit entwickeln. Außerdem muss sie ihr Ausbildungsangebot den veränderten gesellschaftlichen und individuellen Bedürfnissen in Bezug auf Lebenslanges Lernen sowie den sich wandelnden Bedürfnissen studierender (junger) Menschen weiter anpassen. Um diese Ziele zu erreichen, braucht die Hochschule die engagierte und motivierte Mitwirkung aller Beteiligten.

 „Der Aufgabe, diese Hochschule zu leiten, werde ich mich mit aller Kraft widmen. In meinen bisherigen unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten war die offene und respektvolle Kommunikation mit allen Beteiligten, auch in Konfliktsituationen, immer ein wesentlicher Aspekt für mein Handeln. Dieses werde ich selbstverständlich auch als Rektorin der Hochschule Mannheim weiterführen“, so die neue Rektorin bei ihren Dankesworten.

Zur Person:

Nach einem Studium der Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Gerontologie und Soziale Arbeit  an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, wo Prof. Hedtke-Becker auch später berufsbegleitend promovierte, war sie in der Aus-, Fort- und Weiterbildung freiberuflich tätig und wurde anschließend wissenschaftliche Referentin mit Leitungsaufgaben im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. in  Frankfurt a.M., heute Berlin.

Der Hochschule gehört sie seit 1996 an, zunächst der Hochschule für Sozialwesen Mannheim, jetzt Hochschule Mannheim, Fakultät für Sozialwesen. Zu ihren Lehr- und Forschungsgebieten zählen Theorie und Praxis Sozialer Arbeit, Gerontologie und Gesundheitswesen. Seit mehr als 15 Jahren leitete sie eine wiss. Weiterbildung im Bereich Alter, die seit 2016 Bestandteil des europäischen Drittmittel-Projektes „Zukunft Alter“ mit dem Verbundmaster Angewandte Gerontologie ist. Darüber hinaus lehrte sie regelmäßig an den Universitäten Stockholm, Jönköping und Graz.

An der Hochschule hat Prof. Hedtke- Becker in der Vergangenheit zahlreiche Aufgaben in der Selbstverwaltung übernommen. So war sie u. a. Dekanin, Gleichstellungsbeauftragte, Prorektorin und stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrates und hat sich insbesondere für die inhaltliche Verbindung von Technik, Gestaltung und Sozialwesen engagiert. Als Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie DGGG e.V, Berlin, der einzigen interdisziplinären wissenschaftlichen Fachgesellschaft im Bereich Alter, war sie von 2012-2018 u.a. für den Aufbau des interdisziplinären Ausschusses Alter und Technik verantwortlich.

Ministerin Theresia Bauer (links) und Prof. Dr. Hedtke-Becker Bilder: T. Tröster


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