DFG-Förderung für eine internationale Kooperation der Hochschule Mannheim

Unter der anfänglichen Beteiligung von Prof. Dr. Peter M. Kunz, der später von Prof. Dr. Lasse Greiner abgelöst wurde, erhielt die Hochschule Mannheim eine DFG-Förderung zur Anbahnung einer internationalen Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung, der Fakultät für Chemie der Universität Carabobo (Venezuela) und der Hochschule Mannheim. Das Team bestehend aus Prof. Dr. Juan C. Pereira (Venezuela), Dr. Bert Volkert (Fraunhofer) und Prof. Dr. Jeff Wilkesmann (Hochschule Mannheim) konnte sich nun vom 13. Juni bis 8. Juli im Rahmen des Projektes CELLULOSE AS COMMON GROUND MATERIAL: MIKROEMULSIONSFORMULIERUNG, KOHLENHYDRASSTUDIE UND KREISLAUFWIRTSCHAFT face-to-face austauschen und die weiteren Projektschritte planen.

Ziel dieses Projekts ist die Herstellung von Materialien mit hohem Mehrwert aus Zellulose, z. B. Tenside für die Formulierung von Mikroemulsionen mit extrem niedriger Grenzflächenspannung und hoher Löslichkeit. Diese internationale Kooperation zwischen den Beteiligten, d. h. dem Fraunhofer-Institut, der Hochschule Mannheim und der Universidad de Carabobo, wird das bei Fraunhofer entwickelte Know-how im Bereich der Polysaccharide mit dem Bereich der bioaktiven Detergenzien und des Lipidabbaus sowie den an der Universität Carabobo gewonnenen Erfahrungen mit Mikroemulsionen zusammenführen. Ziel des Projekts ist die Synthese von Cellulosederivaten mit chemischer Funktionalisierung für die Herstellung von Mikroemulsionsformulierungen.

Im Rahmen dieses von der DFG geförderten Projekts fand am 15. Juni ein erster Workshop in den Fraunhofer-Einrichtungen in Potsdam statt, bei dem das Team verschiedene Themen im Zusammenhang mit der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Celluloseforschung diskutierte. Prof. Dr. Pereira hatte die Gelegenheit, mehrere Experimente zur Synthese von Cellulosederivaten durchzuführen und konnte zusammen mit Dr. Volkert neue Synthesestrategien für kommende Experimente entwickeln. Der zweite Teil von Prof. Pereiras Aufenthalt an der Hochschule Mannheim fand in der Woche vom 04. bis 08. Juli statt. Am 08. Juli fand ein abschließender Workshop statt, an dem auch andere Mitglieder der Hochschule teilnahmen.

Das Projekt, das ursprünglich im Mai 2020 starten sollte, verzögerte sich aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen internationalen Reisebestimmungen. „Wir sind der DFG sehr dankbar, dass sie uns unter diesen Umständen zwei Verlängerungen des Projekts ermöglicht hat. Der Aufenthalt von Prof. Pereira war sehr erfolgreich und ermöglichte es ihm, weitere Kontakte zu knüpfen und schließlich weitere potenzielle Projekte mit deutschen Forschern zu initiieren. Im Namen des Teams möchte ich mich bei allen Kollegen und Mitarbeitern der Hochschule bedanken, die bei der Erledigung der umfangreichen Formalitäten mitgeholfen haben, insbesondere bei der Drittmittelabteilung für ihr Engagement bei dieser ungewöhnlichen Art der Drittmittelförderung", so Prof. Dr. Wilkesmann, der für das Projekt verantwortlich ist.


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