Hochschule Mannheim nimmt Kurs auf die Zukunft: Struktur- und Entwicklungsplan 2017-2022 mit großer Mehrheit beschlossen

Open HS Mannheim

Offene Innovationsformen, disziplinübergreifende Zusammenarbeit und gesellschaftliche Vernetzung – das sind die strategischen Leitlinien der Hochschule Mannheim für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung in den nächsten fünf Jahren. Mit dem neuen Struktur- und Entwicklungsplan (SEP) verfolgt die Hochschule einer proaktive Strategie der Öffnung. Der Plan wurde nach intensiven Beratungen und Zustimmung des Senats vom Hochschulrat im Juli 2017 einstimmig beschlossen.

Aktuelle Entwicklungen außerhalb der Hochschule wie die Digitalisierung der Arbeitswelt, der zunehmende Innovationsdruck, der Wettbewerb im regionalen Bildungsmarkt und der Bedarf an neuen digitalen Lernformen stellen die Hochschule vor neue Herausforderungen. Darauf antwortet die Hochschule analog zur Open Innovation Strategie der Europäischen Union mit drei strategischen Zielen:

(1) Durch fachliche Öffnung (open disciplines) will die Hochschule den Erwerb von fachübergreifender Problemlösungskompetenz systematisch fördern. Der SEP enthält dafür eine Reihe von strukturellen Maßnahmen, die das hohe Potenzial der Hochschule Mannheim an den Schnittstellen von Ingenieurwissenschaften, Sozialwesen und Gestaltung zielgerichtet ausbauen und in Lehre und Forschung einbinden sollen.

(2) Mit offenen Innovationsformen (open innovation) will die Hochschule den Wissens- und Technologietransfer stärken. Sie setzt sich zum Ziel, Unternehmen, Einrichtungen und Gründer weiter aktiv zu unterstützen und umgekehrt deren Wissen noch stärker in Lehre und Forschung zu integrieren.

(3) Die Hochschule sieht sich als aktiver Teil der Gesellschaft in der Metropolregion Rhein- Neckar. Durch gesellschaftliche Öffnung (open society) will sie zu kritischem Dialog über die neuen Technologien einer wissensorientierten Welt beitragen. Eine frühzeitige Nutzerorientierung in Entwicklungsprozessen soll die soziale Akzeptanz neuer Technologien fördern.

„Das Zusammenarbeiten über Disziplingrenzen und Organisationsbereiche hinweg steht somit im Mittelpunkt unserer Bestrebungen, die Hochschule Mannheim fit für die Zukunft zu machen und sie als weltoffenen Studienort und attraktiven Arbeitsplatz weiterzuentwickeln“, umschreibt Rektor Dieter Leonhard das ambitionierte Ziel. Der Struktur- und Entwicklungsplan 2017-2022 liefert dafür eine wichtige Orientierungs- und Planungshilfe.

Rund 60 Einzelmaßnahmen sind bis 2022 in den Bereichen Studium und Lehre, Forschung, Transfer und Weiterbildung sowie Verwaltung, Organisationsentwicklung und Infrastruktur geplant. In der Verwaltung bereitet sich die Hochschule auf zwei große Softwareprojekte vor: Die Einführung eines modernen Ressourcenplanungssystems sowie die Implementierung eines neuen Campusmanagementsystems. Für Studium und Lehre liegt der Fokus auf dem Ausbau des inter- und transdisziplinären Angebots und flexibler Studierformen wie Teilzeitstudium oder Blended Learning. Die hervorragende Ausgangsposition in der Forschung soll zu einer weiteren Positionierung im europäischen Rahmen und damit zur Attraktivität der Hochschule beitragen. Dabei stehen die Einrichtung interdisziplinärer Kompetenzzentren und die flexible Ausbildung wissenschaftlicher Schwerpunkte im Fokus. Fachübergreifende Leitthemen sind „Gesundes Leben“, „Digitale Wirtschaft“ sowie „Nachhaltiges Wirtschaften, Energie und Umwelt“. Beim Wissens- und Technologietransfer setzt die Hochschule auf Innovationsplattformen (z. B. Joint Research Labs), die kooperative und partizipative Lösungen ermöglichen sollen, sowie auf den Aufbau einer zentralen Netzwerkmanagementstruktur. Ein weiterer Bestandteil des SEP ist der Gleichstellungs- und Chancengleichheitsplan.

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