Startup der Hochschule Mannheim erhält EXIST-Gründerstipendium

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Für sein Gründungsvorhaben „AUCTEQ Biosystems – The bioreactor (r)evolution“ erhält Valentin Kramer, Absolvent des Masterstudiengangs Biotechnology-Bioprocess Development der Hochschule Mannheim, jetzt das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Wissenschaftler, Hochschulabsolventen und Studierende, die ihre Gründungsidee realisieren möchten. Es werden sowohl der Gründer/die Gründerin bzw. das Gründerteam (bis zu drei Personen) wie auch das Gründungsvorhaben unterstützt. Gefördert werden innovative, technologieorientierte oder wissensbasierte Projekte mit signifikanten Alleinstellungsmerkmalen und guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten.

Valentin Kramer hatte bereits während seines Studiums einen Prototyp für einen neuartigen Bioreaktor entwickelt. Mit seinem innovativen Konzept können bei biotechnologischen Produktionsprozessen nicht nur Zeit und Kosten eingespart und das Kontaminationsrisiko gesenkt werden, sondern auch Entsorgungskosten verringert werden. Dies geschieht darüber, dass der Reaktor sich während des Herstellungsprozesses der Zellkultur sukzessive und flexibel ausdehnt, wodurch mehrere manuelle Schritte entfallen. Im Rahmen seiner Masterarbeit konnte er seinen Prototyp erstmals an Zellkulturen testen.

Das Konzept soll jetzt bis zur Marktreife weiterentwickelt werden.  „Es ist nicht einfach, als Student mit begrenzten Mitteln solch ein Projekt oder gar eine Gründung durchzuführen, aber mit einem Förderprogramm wie dem EXIST-Gründerstipendium kommt man schon einmal einen großen Schritt voran“, freut sich Kramer über die positive Beurteilung seines Förderantrags. Das Stipendium finanziert den Lebensunterhalt und stellt Sach- sowie Coaching-Mittel zur Verfügung.

Die Arbeiten werden im Institut für Molekular- und Zellbiologie der Hochschule Mannheim durchgeführt und von Prof. Dr. Philipp Wiedemann betreut. „Herrn Kramers sehr interessantes System hat durchaus das Potenzial, eine deutliche methodische Lücke in der Zellkulturtechnik zu schließen“ äußert sich Prof. Wiedemann erfreut, der als einer der Betreuer der Masterarbeit das Projekt tatkräftig unterstützte.

Prof. Dr. Mathias Hafner, Prorektor für Forschung und Technologietransfer der Hochschule, sieht den Erfolg als gelungenen Schritt auf dem Weg der Hochschule, sich zukünftig noch stärker im Feld Innovation und Entrepreneurship zu positionieren und vorbildhaften Studierenden wie Kramer unterstützend zur Seite zu stehen. „Wenn sich das Vorhaben gut entwickelt, werden wir Berührungspunkte zu Forschungsprojekten der Hochschule ausloten.“

Als Mentorin begleitet das Gründungsvorhaben Prof. Dr. Karin Arregui, aus deren Kurs „Biotech Entrepreneurship“ sich die Unternehmensgründungsidee vor über einem Jahr entwickelt hat.

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