Hochschule Mannheim an EU-Projekt beteiligt

Hochschule Mannheim an EU-Projekt beteiligt

Start eines EU-weiten Forschungsprojektes zur zielgerichteten Behandlung von Gastrointestinalen Stromatumoren


Die Hochschule Mannheim ist Partner im europaweiten Forschungsprojekt MITIGATE, das eine verbesserte Diagnostik und Therapie der seltenen Erkrankung der Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) entwickeln will. Diese seltene Krebsart befällt das Bindegewebe des Magen-Darm-Traktes. Das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission fördert das Projekt über vier Jahre mit insgesamt 4,5 Mio. Euro. Koordiniert wird das Projekt von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem European Institute for Biomedical Imaging Research (EIBIR), Wien.

„Wir freuen uns sehr, an diesem Erfolg teilzuhaben“,so Prof. Dr. Carsten Hopf, Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Angewandte Forschung „Applied Biomedical Mass Spectrometry“ (ABIMAS). „Der Erfolg des MITIGATE-Antrages ist Ausdruck der Leistungsfähigkeit des gemeinsamen Institutes für Medizintechnologie (IMT) der Universität Heidelberg und der Hochschule Mannheim. Im Verbund mit ihren starken Partnern kann die Hochschule Mannheim nun wesentlich zum Gelingen eines ambitionierten Medizintechnologie-Projektes auf europäischer Ebene beitragen“.

ABIMAS ist ein vom Land (MWK) Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördertes Zentrum, das mit dem Institut für Medizintechnologie assoziiert ist, und neben der Universität Heidelberg und der Hochschule Mannheim auch Partner der Hochschule Aalen und des DKFZ umfasst.

ABIMAS entwickelt Technologie-Plattformen für die massenspektrometrische Bildgebung und die Zell-und Gewebeklassifizierung anhand massenspektrometrischer (MS) Fingerabdrücke für diagnostische und pharmazeutische Applikationen. Vor allem die MS Fingerabdruck-Technologie wird in das MITIGATE-Projekt eingebracht und darin genutzt, um Subtypen von GIST zu unterscheiden und in Zusammenarbeit mit der Radiochemie eine geeignete Therapie vorzuschlagen.

Die MS Fingerprinting Technologie nutzt den Umstand, dass unterschiedliche Zellen bzw. Gewebe (z.B. Krebs versus gesund) unterschiedliche Biomoleküle in unterschiedlichen Mengen enthalten. Massenspektrometrie misst die Häufigkeit der Moleküle, die durch die Masse X charakterisiert sind über einen großen Massenbereich. Das sich dabei ergebende Muster ist charakteristisch für einen bestimmten Zell- oder Gewebetyp (daher: „Fingerabdruck“).


Weitere Informationen:
Gemeinsame Pressemitteilung der Med. Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Mannheim

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