Kooperatives Promotionskolleg von Universität Heidelberg und Hochschule Mannheim

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Der gemeinsame Antrag der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und der Hochschule Mannheim zur Einrichtung des Kooperativen Promotionskollegs „Gewebeanalytik für die stammzell-basierte Diagnostik“ ist eines von zehn Kollegs, die das baden-württembergische Wissenschaftsministerium ab dem 1. Januar 2016 bis zu drei Jahre mit insgesamt rund 6,6 Mio. Euro fördert. Damit können an jedem Kolleg bis zu 10 Promotionsstipendien vergeben werden.

"Von der engen Zusammenarbeit in diesem Programm profitieren die Absolventen und Absolventinnen der Hochschule Mannheim unmittelbar. Sie können nun an gemeinsamen Projekten forschen und so ihre im Studium erworbenen spezifischen Stärken aus der Bio- oder der Medizintechnologie einbringen und nutzen", freut sich der ab dem nächsten Jahr für Forschung an der Hochschule Mannheim zuständige designierte Prorektor, Prof. Dr. Mathias Hafner.

Kooperative Promotionskollegs stärken die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hochschularten. Im Rahmen des Kooperativen Promotionskolleg „Gewebeanalytik für die stammzell-basierte Diagnostik“ an dem neben den interdisziplinär und komplementär ausgerichteten Arbeitsgruppen der Medizinischen Fakultät Mannheim sowie mehrerer Fakultäten der Hochschule Mannheim auch sechs Partner aus der Industrie beteiligt sind, werden Doktoranden in einem strukturierten Programm im Bereich der Biomedizintechnik, an der Schnittstelle zwischen Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung, ausgebildet und so auf ihre zukünftigen Führungsaufgaben in Unternehmen oder Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorbereitet. Durch dieses Kolleg kann die Hochschule ihren besonders qualifizierten Absolventen zusätzliche Möglichkeiten zur Promotion bieten.

Hinter dem Titel des Promotionskollegs verbergen sich vier biomedizinische Leitprojekte zu Indikationen, die epidemiologische Schlüsselthemen der Gesundheitsforschung darstellen, wie Neurodegeneration, chronische Wunde oder Nierenversagen. Aufgabe ist es, mit Hilfe neuer Biomarker und patientenspezifischer adulter Stammzellmodelle neue bioanalytische System- und Prozesslösungen zu entwickeln, die personalisierte diagnostische und therapeutische Optionen im dreidimensionalen Gewebeverband bewerten und klinisch sowie industriell nutzbar machen. Und zwar unter Verwendung und Weiterentwicklung von innovativen bildanalytischen und spektroskopischen Messtechniken.

Die Hochschule Mannheim und die Medizinische Fakultät Mannheim haben bereits in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen mit Kooperativen Promotionen gemacht. Das Graduiertenkolleg mit dem Titel "Bildgebende Verfahren zur Expressionsanalytik: vom Gen zum Protein“ war das erste von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Kolleg zwischen einer Universität und einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Nach Meinung der beiden Sprecher des neuen Promotionskollegs, Prof. Dr. Norbert Gretz, Direktor des Zentrums für Medizinische Forschung an der Universitätsmedizin Mannheim, und Prof. Dr. Mathias Hafner, ist diese Kooperation ein Erfolgsmodell: „Wir wollen die am besten qualifizierten Hochschulabgänger ansprechen und rekrutieren. Mit diesen motivierten jungen Menschen können wir tatsächlich eine neue Generation exzellenter Jungforscher im Bereich der Biomedizin heranbilden, die unsere Gesellschaft für die Bewältigung dieser Schlüsselthemen der Gesundheitsforschung dringend braucht.“

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