Förderbescheid des neuen Netzwerks „MINTcon.“ für die MINT-Bildung von Jugendlichen in der Metropolregion Rhein-Neckar übergeben

v.l. Prof. Dr. K. Beck, Dr. C. Brockmann, Dr. M. Meister, D. Grunert, C. Ram

MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) – Berufe leiden in der Metropolregion Rhein-Neckar an Fachkräftemangel. Daher engagieren sich bereits heute vielfältige Organisationen wie die Agenturen für Arbeit, die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern, Kommunen und Unternehmen in über 100 Projekten dafür, junge Menschen für MINT-Themen und -Berufe zu gewinnen und zu begeistern. Diese Einzelmaßnahmen werden künftig im neu gegründeten Verbundvorhaben „MINTcon.“ der Hochschule Mannheim, der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN GmbH) und der Stadt Mannheim geordnet und eingebettet, um das Interesse an MINT-Berufen in der Region Rhein-Neckar zielgerichteter und systematisch zu erhöhen. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des MINT-Aktionsplans unterstützt. Die Förderung in Höhe von 497.000 Euro für die erste Laufzeit von drei Jahren, mit der Option auf Verlängerung, wurde bereits zum 1. Januar 2021 bewilligt.

Heute übergab der parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Michael Meister, in Mannheim den offiziellen Förderbescheid gemäß der Richtlinie zur Förderung regionaler Cluster für die MINT-Bildung von Jugendlichen. Er erklärt dazu:

„Das Innovationsland Deutschland ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Deshalb wollen wir bereits junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Die MINT-Cluster für Kinder und Jugendliche leisten dazu einen großen Beitrag. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, um die regionalen Akteure der außerschulischen MINT-Bildung mit weiteren MINT-Partnern zu vernetzen. Das Cluster MINTcon. verfolgt für die Metropolregion Rhein-Neckar einen sehr überzeugenden Ansatz: ein Trio-Kooperationsmodell, das aus Schulen zur Ansprache der Zielgruppe, außerschulischen MINT-Angeboten und Betrieben aus der Region besteht.

Die Kinder und Jugendlichen sollen so frühzeitig für MINT-Themen begeistert werden, um ihnen später die Entscheidung für ein MINT-Studium oder die Ausbildung in einem MINT-Beruf zu erleichtern. Ich gratuliere den Verbundpartnern von MINTcon. zu ihrem neuen MINT-Cluster. Allen Kindern und Jugendlichen der Region, die zukünftig an den Angeboten von MINTcon. teilnehmen werden, wünsche ich schon jetzt viel Spaß und Begeisterung.“

Innerhalb des Projekts „MINTcon.“ arbeiten die drei Verbundpartner mit einer klaren Rollen- und Aufgabenverteilung zusammen und sind verantwortlich für drei Teilvorhaben:

  • MINTcon.tact (Hochschule Mannheim): Etablierung einer MINT-Kontaktstelle innerhalb der Hochschule, systematische Vernetzung von Studierenden und Jugendlichen im außerschulischen Kontext, Dialog mit Lehrer*innen, Beteiligung am Auf- und Ausbau einer praxisnahen Berufsorientierung in Richtung MINT-Studium, Einbezug weiterer Hochschulen in der Region

  • MINTcon.nect (MRN GmbH): MINT-Anbieter der Region vernetzen, vergleichbare Angebote gebündelt vermarkten, Jugendliche für MINT interessieren und weitere Akteursgruppen einbinden, überregionale Vernetzung und regionaler Roll-Out

  • MINTcon.cept (Stadt Mannheim, Fachbereich Bildung und Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung): Beratung und Begleitung Mannheimer Bildungseinrichtungen und Ausweitung des bestehenden Wissensmanagements, Einbindung Jugendlicher als MINT-Botschafter:innen, Etablierung von MINT-Sprecher:innen und neuer Trio-Kooperationsmodelle an den Bildungseinrichtungen

Herr Prof. Dr. Olaf Kittel, der Beauftragte für Schulkontakte an der Hochschule Mannheim, erläutert: "Mit dem Projekt MINTcon.tact können wir zielgerichtet und effektiv mit den Schulen der Region zusammenarbeiten, auf die Schülerinnen und Schüler zugehen und ihnen die Perspektiven und die Bedeutung eines MINT-Studiums für ihre persönliche Entwicklung aufzeigen."

Gleichzeitig mit der Übergabe des Förderbescheides wurde heute auch das offizielle Logo des Projektes „MINTcon.“ vorgestellt: Ein Schriftzug in mintgrün, bei dem aus dem Buchstaben „i“ eine Pfefferminzpflanze erwächst. Wer nämlich im Internet unbedarft nach dem Begriff „MINT“ sucht, erhält auch zahlreiche englischsprachige Ergebnisse zur Mint-Pflanze und der Farbe Mint. Das Logo von „MINTcon.“ greift beides spielerisch auf, sorgt durch den Verzicht auf mathematische oder technische Elemente für einen niederschwelligen und gendersensiblen Zugang und inkludiert auf diese Weise auch Themen wie Nachhaltigkeit und Umwelt. Durch die Ergänzungen nach dem Punkt im Projektnamen wird der Begriff modular erweiterbar und symbolisiert den Verbundgedanken, bei dem die Partner unter einem gemeinsamen Dach mit einem eigenständigen Profil zusammenarbeiten.

Gewonnene Erkenntnisse dieses Verbundprojektes aus den jetzt geplanten Aktivitäten in Mannheim sollen in einer zweiten Projektphase als Vorlage für weitere Kommunen, Hochschulen und Verbundpartner in Rhein-Neckar dienen. Ziel von „MINTcon.“ ist, vorhandene MINT-Strukturen zu stärken und mit Hilfe einer eigenfinanzierten Regionalorganisation ein erprobtes und wirksames Konzept in der Metropolregion flächig als MINT-Cluster zu etablieren.


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