Forschungsförderung durch den Bund

Bild von links: Erich Foßhag (HS-Mannheim), Jürgen Daul, Jens Maier (ZAG), Uwe Seibold, Carmen Wängler, Björn Wängler (UMM), Franz Oberdorfer, Hermann Schweickert (ZAG), Franky Kamajaya, Danilo Catalan (HS-Mannheim)

Das Institut für Physikalische Chemie und Radiochemie der Hochschule Mannheim erhält mit seinen Kooperationspartnern, der Fa. ZAG Zyklotron AG aus Karlsruhe und dem Institut für klinische Radiologie und Nuklearmedizin der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg Fördergelder aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. In einem zweijährigen Forschungsprojekt, für das nun 350.000 € zur Verfügung stehen, werden sie gemeinsam die Herstellung und Nutzbarmachung von Zirkonium-89 in der Markierung von Antikörpern in der Tumordiagnostik mittels PET untersuchen.

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, indem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz im Organismus sichtbar macht und damit biochemische und physiologische Funktionen abbildet. Antikörper eignen sich aufgrund ihrer extrem hohen Spezifität und der erreichbaren Tumor-zu-Hintergrund-Verhältnisse sehr gut für eine Visualisierung maligner Erkrankungen mittels Positronen-Emissions-Tomografie (PET). Das Zirkonium-89 stellt hierbei ein sehr vorteilhaftes diagnostisches Radionuklid für die PET-Bildgebung dar, da es aufgrund seiner langen Halbwertszeit von 3,3 Tagen die Visualisierung auch bei sehr langsamen physiologischen Anreicherungsvorgängen erlaubt. Durch die höhere Anreicherung können schärfere Bilder erzeugt und damit auch kleinere Tumore entdeckt werden.

Im Rahmen des Projekts, das organisatorisch von der Spitzmüller AG sowie vom Institut für Prozessmesstechnik und innovative Energiesysteme der Hochschule Mannheim unterstützt wird, soll eine Technologie zur Erzeugung von Zirkonium-89  und zur Weiterverarbeitung zu diagnostischen Radiopharmaka entwickelt werden.

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitende Forschungs- und Hochschuleinrichtungen.


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