Rechtliche Vorgaben und Auftakt
Zur Eröffnung der Veranstaltung hob Kanzler Philipp von Ritter die Bedeutung der breiten Beteiligung hervor: „Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Die engagierte Beteiligung aus allen Bereichen zeigt, wie stark das Thema an unserer Hochschule verankert ist und dass wir unseren Klimazielen, insbesondere der gesetzlich geforderten Treibhausgasneutralität bis 2030, nur gemeinsam möglichst nahe kommen werden.“
Treibhausgasbilanz und strategische Einordnung
Durch die Aktivitäten der Technischen Hochschule Mannheim entstehen jährlich rund 7.800 Tonnen CO₂. Etwa die Hälfte dieser Emissionen entfällt auf Gebäude und Energie, weitere rund 48 Prozent auf Mobilität – insbesondere auf den Pendelverkehr von Studierenden und Beschäftigten. Die verbleibenden etwa zwei Prozent entstehen durch Stoffströme wie Beschaffung und Abfall sowie durch weitere Ressourcenverbräuche, etwa Wasser. „Auch wenn ihr Anteil vergleichsweise gering ist, sind diese Bereiche wichtig für Ressourcenschutz und Transparenz. Die größten Hebel für eine wirksame Reduktion der Emissionen liegen jedoch eindeutig in den Bereichen Gebäude/Energie und Mobilität“, sagt der Klimaschutzmanager der TH Mannheim, Daniel Schneider.
Fünf Themenfelder und viele konkrete Ideen
Im Workshop entwickelten die Teilnehmenden in Kleingruppen verschiedene Ideen und Lösungsansätze für die fünf Bereiche Gebäude & Energie, Mobilität, Stoffströme, Klimawandelanpassung sowie Sensibilisierung & Kommunikation. Hierbei zeigte sich, wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven und Hintergründe Teilnehmender für die Weiterentwicklung eines umfassenden Klimaschutzkonzepts sind. Die Arbeitsgruppen wurden dabei vom Team des Green Office, von Frau Nina Martin und der Nachhaltigkeitsbeauftragten der TH Mannheim Prof. Dr. Kirstin Kohler moderiert und im Prozess unterstützt. Hierfür möchten wir einen besonderen Dank aussprechen.
Diskutiert wurden im Themenfeld Gebäude/Energie unter anderem technische Energieeinsparmaßnahmen durch Automatisierungstechnik sowie nicht‑technische Ansätze, wie etwa Heizungspatenschaften. Im Bereich Mobilität reichten die Vorschläge von zusätzlichen sicheren Fahrradabstellanlagen über den Ausbau von Duschen für Radfahrende bis hin zu weiteren Anreizen für nachhaltige Pendeloptionen. Für Stoffströme und Beschaffung wurden unter anderem die Ausweitung von Rahmenverträgen auf nachweislich klimafreundliche und nachhaltigkeitszertifizierte Lieferanten sowie Verbesserungen im Abfallmanagement als weitere Beispiele für ressourcenschonende Maßnahmen vorgeschlagen. Auch Anpassungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen fanden großen Anklang – darunter Hitzeschutzmaßnahmen, etwa die Beschattung der Bänke vor der Mensa, sowie Campus-Aktionen, die Klimaschutz im Alltag sichtbarer und greifbarer machen.
Ausblick
Die Workshop-Ergebnisse werden nun hinsichtlich ihrer Wirkung und Umsetzbarkeit bewertet und in den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzepts integriert. Die Hochschule will das Klimaschutzkonzept noch im ersten Halbjahr 2026 verabschieden und im Rahmen einer Veranstaltung veröffentlichen. Entsprechende Informationen werden rechtzeitig kommuniziert. Anschließend soll zügig mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden.
Kontakt
Weitere Anregungen und Rückmeldungen sind jederzeit willkommen. Für Fragen, Hinweise oder eigene Vorschläge steht Ihnen Klimaschutzmanager Daniel Schneider gerne zur Verfügung: d.schneider@th-mannheim.de

