International Design Factory Festival: Ein Energieschub mit Blick auf Lehrinnovation

International Design Factory Festival

In Zeiten von Corona sind mittlerweile Online-Veranstaltungen zum Alltag geworden. Doch wie geht man damit um, wenn Vertreter von 25 Universitäten und Forschungseinrichtungen aus der ganzen Welt zum jährlichen International Design Factory Festival (IDFF) zusammenkommen wollen? Man trotzt dem Zeitunterschied von 18 Stunden zwischen Ost und West und startet ein online Experiment. Denn die Design Factories sind nicht nur innovative Lehreinrichtungen, sondern sie leben auch, was sie lehren.

Ursprünglich wollte man sich in der Future Design Factory in Leeuwarden, Niederlande, treffen. Das IDFF fand dann Anfang Oktober 2020 online statt. Das Team des inno.space der Hochschule Mannheim war kurz entschlossen in die Organisation des Events eingesprungen, um das neue Konzept des online Events zu meistern. Die Eindrücke des internationalen Events vermittelt der nun erschienene Film.

Das Festival ist ein einwöchiges, jährliches Treffen aller Design Factories des Design Factory Global Networks (DFGN). Das DFGN besteht aus 31 Innovationszentren verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen, die sich von Nordamerika bis Ozeanien erstrecken. Mit dem inno.space repräsentiert die Hochschule die bisher einzige deutsche Einrichtung im Netzwerk. Gemeinsame Werte und Methoden ermöglichen den Mitgliedern, über Zeitzonen und Kulturen hinweg zusammenzuarbeiten, trotz der Unterschiede in Führung und Größe. Einmal im Jahr treffen sich Vertreter des DFGN, um bewährte Praktiken auszutauschen und die Zusammenarbeit zu planen. Das Treffen wird abwechselnd von verschiedenen Design Factories ausgerichtet. 
"Das digitale Format bringt seine eigenen Herausforderungen und Möglichkeiten mit sich. Wenn wir uns persönlich treffen, müssen wir die Teilnahme auf zwei Vertreter pro Designfabrik beschränken. Indem wir alles online verlagerten, konnten wir Teile des Programms auf das gesamte Netzwerk und darüber hinaus ausweiten", erklärt Päivi Oinonen, Managerin des Netzwerks von der Universität Aalto, Helsinki.

Insgesamt wurden 66 Stunden Programm, an fünf Tagen mit 59 verschiedenen Veranstaltungen angeboten. Die Sitzungen reichten von Podiumsdiskussionen über das Lernen in verschiedenen Kontexten und Bedingungen über Interviews mit Prototyping-Experten bis hin zu Diskussionen über bewährte Praktiken der digitalen Lehre - um nur einige Themen zu nennen. Insgesamt nahmen 1081 Teilnehmer an dem Programm teil und machten spannende Erfahrungen. 

Die Kolleg*innen Catarina Batista und Damian Wrobel von inno.space hatten die Planung und Durchführung des Festivals für die europäischen Zeitzonen übernommen. Wochenlang haben sie sich mit den Organisatoren der anderen zwei Zeitzonen ausgetauscht und das Programm aus Workshops, Vorträge und Austauschmöglichkeiten vorbereitet. 

“Neben dieser Erfahrung der Konferenzorganisation ergaben sich für die Hochschule wieder neue, vielversprechende Optionen zur Zusammenarbeit und wir erhielten viele Inspirationen, die uns helfen werden, unsere Lehre weiter zu verbessern. Nicht zuletzt hat es uns unglaublich viel Spaß gemacht, sich in dem ausgesprochen offenen Innovations-Klima des Netzwerkes auszutauschen und Lehrformate weiterzuentwickeln,“ fasst Prof. Kirstin Kohler die Woche zusammen.
 


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