Internationalisierung der Hochschule durch anwendungsorientierte Forschung

Die komplexer werdende Welt erfordert in immer stärkerem Maße Netzwerke in größeren Strukturen. Internationale Entwicklungsnetzwerke, sind aufgrund der zunehmenden Spezialisierung von Unternehmen und Forschern hierbei ein Muss. Dies stellt besondere Herausforderungen an die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die erst in den letzten Jahren einen gesetzlich verankerten Auftrag zur anwendungsorientierten Forschung erhalten haben. Die Hochschule Mannheim war hierbei besonders erfolgreich und hat eine Vielzahl von kooperativen Entwicklungsprojekten durchgeführt. Nun gilt es den Trend zur Internationalisierung der Forschung nicht zu verpassen.  Innerhalb der EU gibt es eine Reihe von Förderprogrammen; die Beantragung von Fördergeldern ist allerdings sehr komplex und hoch kompetitiv.

Die große Stärke der Forschung an Fachhochschulen ist ihr hoher Praxisbezug.  Dies drückt sich an der Hochschule Mannheim auch durch eine enge Verknüpfung mit dem Mittelstand aus. So konnte die Hochschule im ZIM-Programm (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft) bereits mehr als 200 Projekte mit Partnern aus der Region, aber auch in ganz Deutschland, abschließen. Dieses Programm ermöglicht auch die Förderung internationaler Projektideen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerländern innerhalb und außerhalb der EU (z.B.  Belgien, Kanada, Russland, Österreich, Finnland). Hier konnte das Kompetenzzentrum CeMOS der Hochschule Mannheim in diesem Jahr erstmals erfolgreich ein deutsch-französisches Projekt einwerben und damit den Schritt in die internationale Forschung machen.

Bei dem von CeMOS zusammen mit dem KIT (Karlsruher Institut für Technologie), der Firma Kress Fahrzeugbau und dem französischen Unternehmen XS-GROUPE   beantragten Projekt handelt es sich um die Entwicklung von Latent-Kälte-Speichern für die kommende Generation elektrisch angetriebener Kühl-LKWs. Ziel ist  ein batterieunabhängiges Kühlsystem zu entwickeln, das die Reichweite der Fahrzeuge signifikant erhöht.

Weitere Projekte mit Kanada und Israel sind bereits in Planung. Mit diesem Weg der Internationalisierung von Entwicklungskooperationen hofft die Hochschule gegenüber den klassischen EU-Projekten eine wesentlich effizientere Möglichkeit gefunden zu haben, sich international mit anwendungsorientierter Forschung zu etablieren. Ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Forschungsstandorts Mannheim und zur Internationalisierung der Region.


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