Masterstudentinnen der Fakultät für Gestaltung erreichen die Endrunde für die renommierten RSA Student Design Awards

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Die Studentinnen Mariya Molotnikovas und Sandra Reith aus dem Masterstudiengang Design Future Society der Fakultät für Sozialwesen der Hochschule Mannheim gehören zu den acht Finalistinnen, die nun nach der Vorauswahl um das Preisgeld in Höhe von 2000 engl. Pfund in der RSA-Kategorie „Branching Out“ konkurrieren. In dieser Kategorie sollen innovative Wege entwickelt werden, um den Wert von Wäldern und ihren Ressourcen zum Vorteil von Mensch, Umwelt und Wirtschaft zu nutzen und zu steigern.

Die Royal Society zur Förderung von Kunst, Industrie und Handel (RSA) in England vergibt seit 1924 die RSA Student Design Awards. Diese sind ein in neun Kategorien stattfindender globaler Wettbewerb für aufstrebende Designer mit dem Ziel, Studierende und Absolventinnen und Absolventen dazu herauszufordern, drängende soziale, ökologische und wirtschaftliche Probleme durch Design Thinking anzugehen.

Mariya Molotnikovas Beitrag „Treeality" wird als „Augmented Reality Trail" beschrieben, der dazu inspiriert, eine Reise zu unternehmen, um das geheime Leben der Bäume kennenzulernen. In ihrer Arbeit versucht Mariya zu verstehen, „was Wälder und ihre Ressourcen wirklich sind, wie wir sie heute behandeln und wahrnehmen". Sie untersuchte unsere bisher unbestrittene Realität und wollte die Menschen auf die spektakuläre Lebendigkeit der Bäume aufmerksam machen und das Unsichtbare sichtbar machen.

Das häufige Unverständnis von Menschen, Pflanzen als Lebewesen wahrzunehmen, wird auch Pflanzenblindheit bezeichnet. Durch die Verwendung von Augmented Reality und die Darstellung der unsichtbaren Lebendigkeit von Bäumen könnte das Konzept der Treealität eine mögliche Lösung sein, um Pflanzenblindheit zu verhindern und Menschen dazu zu bringen, Wälder und Bäume aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Es informiert die Menschen über das unsichtbare Leben von Bäumen und erklärt, wie Bäume tatsächlich kommunizieren, Ressourcen teilen, Kriege führen und für einander sorgen. Dieses bessere Verständnis wird zu einer positiven Veränderung des Verhaltens der Menschen gegenüber der Natur führen.

Im Projekt „TRĒOW“ von Sandra Reith wird beschrieben, wie ein neues Material aus Holzstämmen mit kleinem Durchmesser für Endanwendungen mit Mehrwert zu einer Stärkung der lokalen Holzindustrie und einer Zunahme der heimischen Wälder in Großbritannien führt. Das Vereinigte Königreich ist laut Forest Research ein bedeutender Importeur von Holz und Holzprodukten. Mit der richtigen Bewirtschaftung könnte jedoch ein großer Teil der Nachfrage nach Harthölzern aus einheimischen Wäldern gedeckt werden. Aufgrund der langen Vegetationsperiode sind Laubwälder kurzfristig weniger lohnend als schnell wachsende Nadelwälder. Um Laubwälder wieder finanziell attraktiver zu machen, verwendet das Projekt „dünne“ Stämme von geringerer Qualität, die üblicherweise als Holzbrennstoff verbrannt werden, um ein neues Material herzustellen. Hierbei werden soziale, ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt, um mehr Wald für Menschen und Wildtiere zu schaffen, die Kohlenstoffspeicherung zu erhöhen und Laubwälder rentabler zu machen.


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