Neue App für Studierende der Hochschule Mannheim erleichtert soziale Vernetzung auf dem Campus

Von Studierenden entwickelte App ,Connou‘ hilft nach der Pandemie bei der Integration auf dem Campus

Die drei Gründer von Connou: Tim Möck, Lukas Kromminga und Mike Möck (v.l.n.r.), Foto: Connou.

Das psychische Wohlergehen vieler Studierender wurde durch die Pandemie und die Kontaktbeschränkungen der letzten zwei Jahre nachhaltig belastet. Auch wenn Hochschulen und Universitäten mittlerweile wieder zur Präsenzlehre zurückgekehrt sind, haben soziale Vernetzung der Studierenden untereinander und die Integration auf dem Campus gelitten. Viele Studierende klagen darüber, sozial schlecht eingebunden zu sein. Mike Möck, Absolvent der Wirtschaftsinformatik der Hochschule Mannheim, sein Bruder Tim Möck, Doktorand im Bereich Softwareentwicklung an der Universität Leipzig, und Lukas Kromminga, Student der BWL an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen, sind tätig geworden und haben gemeinsam eine Lösung entwickelt: Ihre soziale App Connou (gesprochen: Konnu, vom Englischen „connect you“) hilft Studierenden der Hochschule Mannheim ab sofort bei der einfachen Vernetzung auf dem Campus.
 
Eine Kurzumfrage im Sommer 2022 unter aktuellen Studierenden der Hochschule Mannheim hatte verdeutlicht, dass rund 60% der Befragten sich weniger gut vernetzt fühlen als erhofft. 25% berichteten von Lernrückständen, die sie gerne gemeinsam mit anderen beheben würden. 52% zeigten sich dabei für eine digitale Lösung offen, 26% wünschten sich hingegen echte Menschen im analogen Raum.

Connou schlägt die Brücke zwischen digitaler Vernetzung und physischen Treffen: Die Studierenden melden sich mit ihrer studentischen Mailadresse in der App an, werden in einem zweiten Schritt ihrer Hochschule zugeordnet und dann auf Basis ihrer Stimmungen – bei Connou ,moods‘ genannt –, Interessen und Hobbies mit anderen Studierenden der Hochschule gematcht. Ab dann kann mit der Vernetzung begonnen werden. Ziel ist es immer, online Kontakte für gemeinsame Aktivitäten auf dem Campus oder in Mannheim zu finden – für einen Mensabesuch, zur Gründung einer Lerngruppe, zum gemeinsamen Sporttreiben, Ausgehen oder auch Gaming. Die App verzichtet bewusst auf eine Swipe-, also Wisch-Funktion, wie man sie aus anderen sozialen Apps kennt. Die Studierenden sollen rein auf Basis ihrer Stimmungen vernetzt werden, ohne dass Faktoren wie Optik oder Geschlecht eine Rolle spielen. Die App wird kontinuierlich weiterentwickelt. Zukünftig soll u.a. eine standort-basierte Verbindung möglich sein, die spontane Treffen auf dem Campus zwischen den Studierenden noch einfacher machen wird.

Connou kann von allen Studierenden der Hochschule Mannheim kostenfrei genutzt werden. Finanziert wurde die Anschaffung der App durch bereitgestellte Gelder des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) und deren Programm ,Lernrückstände', mit dem pandemiebedingte Lernrückstände abgebaut werden sollen, damit Studierende ihr Studium erfolgreich meistern können. Das Zentrum für Lehren und Lernen (ZLL) der Hochschule konnte die App so beschaffen. Die Entwicklung der App wurde an der Hochschule Mannheim vom dortigen Gründungszentrum „Mars – Center for Entrepreneurship“ begleitet.

Zur Website von Connou


« zurück