Transnationales Forschungsprojekt zur Entwicklung neuartiger Antibiotika

Der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Matthias Mack, Leiter des Instituts für Technische Mikrobiologie der Hochschule Mannheim, wurde im Rahmen der Ausschreibung "JPI-EC-AMR Joint Transnational Call for Proposals 2018“ ein Forschungsprojekt bewilligt. Ziel der Ausschreibung ist die Förderung transnationaler Forschungsprojekte zu Innovationen gegen antibiotikaresistente Bakterien (Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung). Insgesamt stehen der AG Mack für die Zeit vom 01.04.2019 bis zum 31.03.2022 ca. 307.100 Euro zur Verfügung. Die AG Mack ist dabei in ein transnationales Netzwerk integriert und forscht zusammen mit Kollegen aus Norwegen (AG Ruth Brenk), Tschechien (AG Bartunek), Litauen (AG Smits) und Kanada (AG Lafontaine).

Neuartige Antibiotika werden für die Therapie von Infektionen mit multiresistenten Krankheitserregern dringend benötigt. Gegenwärtig sind nur wenige Zielstrukturen bekannt, die sich im Hinblick auf die Entwicklung von neuen Antibiotika eignen. RNA-Schalter kommen in vielen Krankheitserregern vor und werden als neue Zielstrukturen für Antibiotika intensiv erforscht. Die Partner untersuchen im vorliegenden Projekt den Thiamin RNA-Schalter und hoffen, neue Verbindungen identifizieren zu können, die diesen Schalter zuverlässig ausschalten. Auf Basis dieser Arbeiten können dann neue Antibiotika auch für den klinischen Einsatz entwickelt werden. Die Partner bringen in diesem Projekt ihre Ressourcen, Infrastrukturen und Forschungsanstrengungen grenzüberschreitend zusammen, um neue Targets zu identifizieren und zu validieren.


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