Deutsch-Französisches Zentrum (DFZ)

Im Anschluss an die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Hochschule Mannheim und dem Institut National Polytechnique de Lorraine in Nancy (INPL – heute: Université de Lorraine) im Jahre 1990 wurde an der Hochschule Mannheim das Hochschulinstitut für Deutsch-Französische Studiengänge, die Vorgängerinstitution des heutigen Deutsch-Französischen Zentrums, gegründet. Ziel dieser Einrichtung ist es, als Serviceinstitution in der Hochschule binationale deutsch-französische Studiengänge zu organisieren, zu verwalten und zu entwickeln. 

Das deutsch-französische Studienprogramm Verfahrens- und Chemietechnik existiert bereits seit 1990. Es handelt sich um ein integrierte binationales Studienprogramme in Kooperation mit der Grande Ecole ENSIC (Ecole Nationale Supérieure des Industries Chimiques, Nancy) in der Verfahrens- und Chemietechnik. Es ist konsekutiv gemäß der Bologna-Vereinbarung in Bachelor- und Masterstudien aufgebaut. 

Die deutschen Studieninteressenten bewerben sich an der Hochschule Mannheim zunächst für den „nationalen“ Studiengang Verfahrenstechnik (Bachelor) oder Chemische Technik (Bachelor); die Bewerbung um einen Platz im binationalen Studienprogramm erfolgt erst im 3./4. Semester des Bachelorstudiums. 

Das deutsch-französische Studium beginnt für Studierende mit Heimathochschule Hochschule Mannheim mit dem 5. Fachsemester, das an der französischen Partner-Grande Ecole verbracht wird. Dort entspricht es dem ersten Semester des ersten Studienjahres („Première Année“). Hier studieren die Deutschen bereits zusammen mit ihren französischen Pendants, die auf französischer Seite den deutsch-französischen Studiengang begonnen haben. Im folgenden Semester verbringen die Deutschen ein Praktisches Studiensemester in der französischen Industrie, während Studierende mit Heimathochschule Frankreich ihr Praxissemester in der deutschen Industrie ableisten. 

Im Anschluss an die praktische Studienphase, die nach deutscher Zählweise dem 6. Fachsemester im Bachelorstudiengang entspricht, studieren alle Binational-Studierenden im 7. Semester an der Hochschule Mannheim weiter. In diesem Semester werden die dort vorgesehenen Vorlesungen gemeinsam besucht, die Prüfungen abgelegt und zudem muss während dieses Semesters die Bachelorarbeit verfasst werden. 

Nach den erfolgreich abgelegten Bachelor-Prüfungen und dem Kolloquium über die Bachelorarbeit hat man den Bachelor-Grad erworben und wird bei einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 („gut“) zum anschließenden dreisemestrigen Masterstudium zugelassen. 

Das bedeutet, dass die Binational-Studierenden dann das erste Mastersemester an der Hochschule Mannheim absolvieren, um dann wieder an die Partner-Grande-Ecole zu wechseln. Dort wird im zweiten Master-Semester weiterstudiert, welches dem ersten Halbjahr des so genannten Troisième Année der Partnerhochschule entspricht. Das zweite Halbjahr bzw. nach deutscher Zählweise das dritte Mastersemester ist für die Masterarbeit vorgesehen. Es soll generell im Ausland, nicht unbedingt in Deutschland oder Frankreich, verbracht werden, aber nicht in einem Unternehmen des jeweiligen Heimatlandes. 

Nach dem erfolgreich abgelegten Master-Kolloquium, das gleichzeitig der Soutenance du Rapport de Fin d’Etudes entspricht, erhalten die Binational-Studierenden den deutsch-französischen Mastergrad sowie das französische Ingenieurdiplom (Ingénieur diplômé). 

Die Hochschule Mannheim ist Mitgliedshochschule bei der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH)/Université Franco-Allemande (UFA) und ihre binationalen Studienprogramme werden von der DFH gefördert, u.a. mit Mobilitätskostenzuschüssen und Sprachkursstipendien. Die Studierenden sind während ihrer gesamten Studienzeit gleichzeitig an der Heimat- und der Gasthochschule sowie bei der DFH immatrikuliert. 

Zulassungsvoraussetzungen für die Zulassung um einen Studienplatz im deutsch-französischen Studienprogramm der Hochschule Mannheim sind das abgeschlossene Vor-Bachelor-Studium sowie mindestens Grundkenntnisse der französischen Sprache (A2 nach GER). Der Bewerbungsschluss ist jeweils der 30.4. des laufenden Kalenderjahres.

Weitere Informationen erteilt Frau Maurer-Neubert.

Kontakt

Sabine Maurer-Neubert, M.A. 
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