Kompetenzzentren an der Hochschule Mannheim

Zur Schärfung ihres Forschungsprofils und zum weiteren Ausbau ihrer Forschungsschwerpunkte fördert die Hochschule Mannheim transdisziplinär arbeitende Kompetenzzentren. Dort arbeiten Forschungsaktive aus verschiedenen Fakultäten gemeinsam an komplexen Fragestellungen, die sie mit innovativen Ideen lösen wollen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ihre spezifische Stärke in der anwendungsorientierten Forschung und kooperieren mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Kompetenzzentren sind auf Basis der spezifischen Kennzahlen zur Forschungsleistung (u. a. Drittmittel, Publikationen, Promotionen), ihrer ausgewiesenen Transdisziplinarität und der kohärenten wissenschaftlichen Agenda durch die Hochschulleitung etabliert worden. Sie werden regelmäßig evaluiert.

Know-how für Herausforderungen der Zukunft

Massenspektrometrie und optische Messtechnik sind heute unverzichtbare Werkzeuge in der industriellen Forschung, Entwicklung und Produktion sowie in der akademischen anwendungsnahen Grundlagenforschung.

Mit ca. 50 fast ausschließlich drittmittelfinanzierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bündelt CeMOS die Aktivitäten der beiden drittmittelstärksten Forschungsgruppen der Hochschule Mannheim.  Mit diesem  interdisziplinären Ansatz reagiert CeMOS auf die rasche technologische Entwicklung und die zunehmende Digitalisierung in vielen Industriefeldern bzw. Forschungsbereichen, wie Pharmaforschung, Prozessmesstechnik, Medizintechnik, Intelligente Sensorik/Messgeräteentwicklung, Bioanalytik oder medizinische Biotechnologie. CeMOS forscht schon jetzt intensiv mit akademischen und Industriepartnern (BMWi, BMBF, EU, MWK; mittlere jährliche Drittmitteleinnahmen der letzten fünf Jahre: ca. 2,5 Mio. Euro) und betreibt mit rund hundert industriellen Partnern aktiven Technologietransfer in die Industrie.

In derzeit mehr als 20 kooperativen Promotionen mit der Universität Heidelberg, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT),  der TU Berlin und TU Braunschweig sowie der KU Leuven (Belgien) bildet CeMOS industrienah Nachwuchswissenschaftler und potentielle Führungskräfte aus.

Ziel von CeMOS ist es, Synergien zwischen Massenspektrometrie und optischer Geräteentwicklung (Messgeräte sowie Bild- und Signalanalyse) zu generieren, um neue Anknüpfungspunkte für anwendungsorientierte Projekte mit Kooperationspartnern aus Industrie und Akademie zu schaffen.

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Das Kompetenzzentrum für „Chemometriegestützte Analyse und Optimierung von Prozessen und Materialien“ ist ein transdisziplinärer Zusammenschluss forschungsaktiver Professoren aus vier Fakultäten. Es bündelt und vernetzt vorhandene Kompetenzen im Bereich Analytik, Prozessoptimierung, Datenauswertung und Datenhandling für konkrete Anwendungsfragen.

Seine interdisziplinär agierenden Mitglieder wenden moderne Datenanalyseverfahren in den Bereichen Biotechnologie, Verfahrenstechnik und Maschinenbau in Kombination mit maßgeschneiderten Analyseprozessen aus der Informatik auf innovative Weise an und entwickeln sie weiter. Schwerpunkt ist die chemometriebasierte Optimierung von industriellen chemischen Prozessen für komplexe Stoffgemische (z. B. Pharmazeutika, Lebensmittel, Futtermittel, Werkstoffe, umweltrelevante Schadstoffe).

Das Kompetenzzentrum versteht sich als Kooperationspartner der regionalen Wirtschaft und für akademische Einrichtungen, sowohl für die direkte Industrieforschung als auch öffentlich geförderte Verbundforschungsprojekte. Der Know-how-Transfer in die wissenschaftliche Ausbildung stärkt Nachwuchskräfte und Studierende.

Chemometrie bezeichnet die Kombination von moderner spektroskopischer und spektrometrischer Analytik mit intelligenter, multivariater Datenanalyse zur Überwachung von Herstellungsprozessen und der Analyse von Materialien. Diese Form der Datenanalyse macht es möglich, komplexe technische Systeme schnell zu erfassen, zu verstehen und zu optimieren. Heute werden die eingesetzten Analyse- und Messsysteme vermehrt für sogenannte „Profiling- oder Fingerprinting“-Analysen genutzt. Chemische Fingerprints können einen Prozess oder auch einen speziellen Werkstoff sehr viel akkurater beschreiben als Einzeldaten, weil sie die Gesamtheit der messbaren Informationen erhalten. Hierbei werden sehr große Datenmengen generiert, deren Interpretation ohne intelligente „Data Mining“-Werkzeuge nicht oder nur unzureichend erfolgen kann. Als innovativer Ansatz zur Extraktion, Analyse und Nutzung der relevanten Daten kommen daher heute chemometriebasierte Auswertungsansätze auf Basis intelligenter Algorithmen zum Einsatz.

Kontakt über Prof. Dr. Philipp Weller (Institut für Instrumentelle Analytik und Bioanalytik)

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Das Kompetenzzentrum Tribologie zählt zu den weltweit bestausgestatteten Instituten auf dem Gebiet der tribologischen Modell- und Bauteilprüfung. Das Kompetenzzentrum sieht sich als Dienstleister für eine unabhängige Beratung bei Fragestellungen aus der Tribologie und als Partner der regionalen und nationalen Industrie in der anwendungsorientierten Forschung. Die Tribologie befasst sich mit der wissenschaftlichen Beschreibung von Reibung, Verschleiß und Schmierung zwischen aufeinander einwirkenden Oberflächen sowie mit der Entwicklung von Technologien zur Optimierung von Reibungsvorgängen.

Das Kompetenzzentrum ist eine der forschungsaktivsten Einrichtungen dieser Disziplin in Baden-Württemberg und greift auf das in 25 Jahren aufgebaute Know-how zu. Im gleichnamigen Institut gehören die praxisorientierte Ausbildung der Studierenden und die anwendungsnahe Forschung und Entwicklung zu den zentralen  Aufgaben.

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Das Kompetenzzentrum Virtual Engineering Rhein-Neckar (KVE) bündelt das innovative Potential der Bereiche Simulation, Visualisierung und Virtuelle Realität, um es Instituten, Fakultäten und Unternehmen im Umfeld der Hochschule Mannheim zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, mit dem umfassenden technologischen Know-how als Dienstleister für Forschungs- und Technologietransferprojekte aus unterschiedlichen Disziplinen die relevante Visualisierungstechnik inklusive entsprechender Räumlichkeiten bereitzustellen.

In gängigen Produktentwicklungs- und Produktionsplanungsprozessen sind verschiedenste digitale Werkzeuge inzwischen fest integriert. Kurze Entwicklungszeiten in Verbindung mit höchster Qualität für Investitions- und Konsumgüter sind daher unerlässlich. Die Integration von Virtual Reality (VR) und Virtual Engineering in die Planung optimiert die Prozesse.

Als interdisziplinäre Einrichtung für Virtual Engineering ist das KVE vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Architektur mit Spezialisten tätig. In Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft wird jedoch auch der Einsatz in weiteren Bereichen, wie z.B. der Biotechnologie, Medizintechnik oder der Radiochemie realisiert. Studierende profitieren vom Wissenstransfer durch anwendungsorientierte Ausbildungseinheiten im KVE.

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Die hohe Qualität der Lehre ist eine der Kernkompetenzen der Hochschule Mannheim. Mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Lehre & Lernen (KLL) verfolgt die Hochschule ihr Ziel einer nachhaltigen Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre konsequent weiter.

Das neue Kompetenzzentrum bündelt hochschulweit Projekte, Initiativen und Akteure mit ausgewiesener Expertise in innovativen Lehr- und Lernformen. Zu den initialen Mitgliedern gehören Beteiligte der Hochschulprojekte Einrichtung eines Lernzentrums Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (EiLIG), Mannheimer Studienstart (MASS), kompass und StartDurch. Die Mitglieder des Kompetenzzentrums Lehre & Lernen setzen sich aus der Professorenschaft, der Gruppe der akademischen MitarbeiterInnen sowie Studierenden zusammen.

Das hochschulweite Netzwerk möchte den Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden nachhaltig fördern sowie die Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft intensivieren. Darüber hinaus will sich das Kompetenzzentrum in der Lehr-Lernforschung engagieren und über Publikationen und Vorträge die Sichtbarkeit exzellenter Lehre an der Hochschule Mannheim erhöhen.

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Klaus Beck & Prof. Dr. Manfred Oster

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CAMMBIO entwickelt durch Zusammenführung des Know-hows aus verschiedenen Fakultäten innovative Ansätze für biologische und medizinische Fragestellungen, die Lösungen für Probleme und Herausforderungen der jungen Disziplinen Systembiologie und Systemmedizin bieten. Der Fokus liegt dabei auf spezifischen Softwarelösungen, die in der Lage sind große Datenmengen zu verarbeiten und die durch mathematische und experimentelle Methoden aus der Biotechnologie und der Bildverarbeitung unterstützt werden. Ziel ist es z. B., Informationen aus genomischen Sequenzen auszuwerten und für verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen zum Einsatz zu bringen.

Im Kompetenzzentrum arbeiten 7 Professorinnen und Professoren aus 4 verschiedenen Fakultäten der Hochschule Mannheim zusammen. Die interdisziplinäre, wissenschaftliche Ausrichtung des Zentrums kombiniert die Bereiche Biotechnologie, Informatik und Mathematik mit den Schwerpunkten Simulation, Algorithmen und Softwarelösungen sowie statistischen und mathematischen Analysen. Die bestehende Zusammenarbeit  mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft wird durch CAMMBIO weiter intensiviert. Von neuen Erkenntnissen profitieren Studierende der Hochschule durch den Wissenstransfer in die Lehre.

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Mit dem Kompetenzzentrum für Informationssicherheit (KIS) bündelt die Hochschule das in den Fakultäten Elektrotechnik, Informatik und Informationstechnik verteilte Wissen zu relevanten IT-Sicherheitsthemen. Sichere Software-Entwicklung, das Management von Informationssicherheit oder Cyber-Security sind nur drei von vielen Themen, die im Umgang mit Informationsprozessen in der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft wachsende Bedeutung gewinnen.

In der Zusammenarbeit mit Partnern der regionalen Wirtschaft will das Kompetenzzentrum insbesondere Angebote schaffen, die im Prozess der Digitalisierung von Produktionsprozessen (Industrie 4.0) bzw. im Internet of Things für die Themenbereiche "Security Management" und „Secure Engineering“ sensibilisieren. KIS spricht verschiedene Zielgruppen außerhalb und innerhalb der Hochschule an.

Konktakt

Weitere Kontaktmöglichkeiten

Zentrale Anlaufstelle für Fragen zu Forschung und Transfer ist das Research Management Center. Mehr Informationen zu Forschung und Transfer an der Hochschule Mannheim.

Prorektor für Forschung und Technologietransfer
Prof. Dr. Mathias Hafner
Gebäude A, Raum 405

0621 292-6200

E-Mail

 

Research Management Center
Dr. Victoria Rodriguez Ledesma
Birgit Sudhoff
Gebäude X, Raum 414

0621 292-6056

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