Team der Gleichstellung

Die Gleichstellungsbeauftragte und ihr Team sind Ihre Ansprechpartnerinnen in allen Fällen von Diskriminierung oder Benachteiligung, bspw. in Bezug auf Studien- und Prüfungsbedingungen, berufliche Perspektiven, Professur, Fördermöglichkeiten oder Netzwerke.

Wir sind zuständig für haupt- und nebenamtlich Lehrende wie für Studierende, Mütter und Väter.

Aktuelles gibt es auch auf unserer Facebook-Seite.

  • Warum ist Gleichstellung an der Hochschule auch heute noch wichtig?
  • Die Angebote der Gleichstellung (z.B. zu moveMINT, TraumProf, Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm u.v.m.)
  • Weitergehende Informationen zum Themenbereich Gleichstellung
  • Glossar

Aktuelles

Nachlese: Clash of generations or happy together?

Bis zu fünf verschiedene Generationen mit unterschiedlichen Sozialisationen und Arbeitsstilen, Werten und Technologieeinflüssen arbeiten aktuell in Unternehmen und Institutionen zusammen. Kann das überhaupt gut gehen?

Am 12. Mai 2022 fand dazu ein spannender Live-Dialog statt - ausgerichtet vom Team der Gleichstellung, dem Verein der Freunde, kompass und dem Career Center der Hochschule Mannheim. Als Speakerinnen gaben uns Swenja Thaumüller und Madeleine Kühne pointierte Hintergrundinfos, wie es (doch) klappen könnte zwischen den Boomern und der GenY, der Generation Golf und der GenZ. Die Impulse wurden - moderiert von Stefanie Keusch - im Anschluss nochmals genauer unter die Lupe genommen, ergänzt, beleuchtet, diskutiert... Aus der eigenen (Alters-)Blase zu gehen, sich in aller Unterschiedlichkeit und Ähnlichkeit anzunähern und einander zuzuhören, ist der erste Schritt für eine Kooperation, die ein enorm großes win-win-Potenzial in sich trägt - auch, aber nicht nur an der HSMA.

Wer auf der Suche nach weiterem Input war, konnte am gleichen Abend noch das Buch „Millennial Boss“ von Madeleine Kühne erstehen, die tollerweise alle Einnahmen der Ukraine-Hilfe spendete. Danke dafür!! Und wer nun auch Lust bekommen hat, im Buch von Frau Kühne zu stöbern - hier ist die Gelegenheit.
Wir danken allen Zuhörer:innen und Mitdiskutierenden für ihr Kommen und ihr großes Interesse, auch bei schönstem Biergartenwetter! Wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Veranstaltung!

Nachlese zum Girls' Day 2022

Am 28.04.22 nahmen knapp 60 Mädchen am Girls´ Day der Hochschule Mannheim teil. Wie im letzten Jahr waren Schülerinnen der Mittelstufe des Edith-Stein-Gymnasiums in Speyer virtuell zu Gast. Der Aktionstag wurde erneut vom Team der Gleichstellung an der HS organisiert. Für den weiblichen ‚Nachwuchs' wurde ein buntes und abwechslungsreiches Tagesprogramm zusammengestellt. Die Schülerinnen lernten in lockeren Vorträgen und Filmbeiträgen spannende Projekte der Hochschule kennen. Mit einer Live-Schaltung ins Chemielabor konnten sie einen Versuch mitverfolgen und ihr (neu erworbenes) Wissen in kleinen Quizrunden testen. Die Schülerinnen dürfen sich nun auf kleine und große Quiz-Präsente freuen. Und beim abschließenden Girls´ Talk, der Diskussionsrunde, standen Studentinnen, Absolventinnen und Professorinnen Rede und Antwort.

Insgesamt ein spannendes, schönes und vor allem auch interaktiv gelungenes Event - die Hochschule MA bedankt sich bei allen Beteiligten für ihre Mithilfe und beim ESG in Speyer für das große Interesse. Bis zum nächsten Jahr!

Clash of generations or happy together?

moveMINT goes big: Die Gleichstellung veranstaltet mit dem Verein der Freunde, kompass und dem Career Center der HS MA ein spannendes, interaktives Format zum Thema Generationenvielfalt in Unternehmen. 

Wann: Am 12.5., abends um 18.30 Uhr, wollen wir davon hören und darüber reden, wie es ist, wenn junge Generationen die Arbeitswelt entern und die Teams aus Boomer und GenX bereichern. Kann das gut gehen? 
 

Genderschulung I-22: Diskriminierung durch Algorithmen?

Am 3.5.22 nahm uns die Medienforscherin Nele Heise in die Welt der Algorithmen und künstlichen Intelligenz mit. Maschinelles Lernen, so zeigte sie anhand vieler Beispiele auf, kann Gruppen systematisch und strukturell diskriminieren, denn es ist ein bisschen wie bei der Kindererziehung: Je mehr Stereotype, Halblogiken und falsche Verbindungen man in - eigentlich doch zur Entlastung und Unterstützung gedachte - Maschinen hineinwirft, desto größer ist der Bias, der am Ende dabei herauskommt.

KI und Algorithmen können effizient sein, sind aber keinesweg neutral - sie spiegeln die Einstellungen und Vorurteile derer, die sie entwickeln und benutzen. Rassismus, Ageismus und Sexismus und mehr können die Folge sein. Beispiel: Der einstige Rekrutierungs-Algorithmus bei Amazon gewichtete weibliche Bewerberinnen grundsätzlich negativ, ebenso 50+-Bewerber*innen. Und wenn wir "CEO" in die Google-Bildersuche eingeben, erscheinen nahezu nur weiße Männer im Anzug. Transparenz ist daher ebenso wichtig wie unsere eigene Achtsamkeit und Sensibilisierung für die Risiken von in sich begrenzten, verzerrten Datensätzen, die den Systemen als Input dienten.

Wer Interesse hat, die PPT mit den vielen interessanten Hinweisen und Links von Nele Heise nochmals einzusehen, kann sich gerne bei Astrid Kickum melden. Mehr Infos finden Sie auch auf www.neleheise.de. Herzlichen Dank an Nele Heise für den tollen Vortrag!
 

26. April: Tag der lesbischen Sichtbarkeit

Lesben* werden oft lediglich mitgemeint, wenn von „Frauen” oder von „Homosexuellen“ die Rede ist. Das ‚Mitmeinen‘ führt dazu, dass spezifische Bedürfnisse und Forderungen von Frauen, die kein heteronormatives Leben führen, nicht ausreichend berücksichtigt werden. Der heutige internationale Tag der lesbischen Sichtbarkeit will den Blick für lesbische Lebenswelten schärfen. Lesben* und Unterstützer*innen sollen mobilisiert werden, um ein Zeichen für Akzeptanz der geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt und gegen Diskriminierung von lesbischen Frauen* zu setzen. Aktionen rund um den Tag finden vielfach in Mannheim und Heidelberg statt, siehe Kalender.

Rückblick auf den Info-Lunch am 7.4.22: "Alter, Versorgung, Pflege"

Ist das schon Pflege, was ich da für meine Eltern tue?
Heute fand die digitale Infopause mit den Pflegestützpunkten statt. Frau Zada und Frau Endres stellten ihr umfangreiches Unterstützungsangebot für Mannheimer Bürger:innen mir Pflegebedarf oder Pflegefragen vor. Die Fachfrauen stehen jederzeit für persönliche, auch vertrauliche Beratungen und Einzelfallbetrachtungen zur Verfügung.

Kontaktdaten sowie weiterführende Links und Hinweise, auch jene aus der Veranstaltung, finden sich hier in der Präsentation.

Spende der @freudenberggroup an moveMINT

#Goodnews: Das Mentoring-Programm moveMINT richtet sich an angehende Absolventinnen der Hochschule Mannheim, die sich proaktiv auf ihre Karriere in den MINT-Branchen vorbereiten möchten. Das Unternehmen @freudenberggroup unterstützt das Programm von Beginn an: Ein tolles Mentorinnenteam betreut seit der ersten Runde des Programms mehrere Studentinnen der HSMA. 

„Förderung von Frauen in MINT-Berufen war, ist und bleibt bei Freudenberg ein Fokusthema“, stellt Esther Maria Loidl, Chief Human Resource Officer (CHRO) im Freudenberg-Vorstand, klar. Nicht nur mit Mentorinnen unterstützt Freudenberg das Programm, auch finanziell leistet es Hilfe: Das Unternehmen spendet dem moveMINT-Team im Jahr 2022 5.000 Euro. Das moveMINT-Team bedankt sich ganz herzlich für das umfassende Engagement von Freudenberg und freut sich auf weitere Runden, in denen wir gemeinsam viel bewegen!

Transgender Day of Visibility (TDoV) am 31.3.2022

Am 31. März wird international der Transgender Day of Visibility (TDoV) gefeiert. An diesem Tag werden weltweit die menschenrechtlichen Fortschritte für trans* und gender-nonkonforme Menschen gewürdigt. Gleichzeitig soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, was gesellschaftlich noch geleistet werden muss, um gleiche Rechte für trans* Personen zu erreichen. Im Rahmen des Aktionstages fördert das Amt für Chancengleichheit HD Formate für die Sichtbarkeit von trans* und gender-nonkonformen Menschen. Hier finden Sie, findet ihr eine Liste der Angebote.

#Earth Hour am 26.3.2022 um 20.30 Uhr

Am 26.3.2022 ist die "Stunde der Erde". Hier setzen Menschen, Städte und Unternehmen aus der ganzen Welt ein Zeichen für den Klimaschutz und unseren lebendigen Planeten, indem sie um 20.30 Uhr für eine Stunde in den eigenen vier Wänden und offiziellen Gebäuden das Licht ausmachen. Mit der Earth Hour wird ein gemeinsames Zeichen für Frieden in der Ukraine, in Europa und auf der ganzen Welt gesendet.

Was können Sie tun? Schalten Sie am 26. März 2022 um 20.30 Uhr für eine Stunde bei sich Zuhause das Licht aus. Machen Sie ein Foto oder Video von sich beim Lichtausschalten und posten Sie es in den sozialen Netzwerken. Nutzen Sie die Hashtags #LichtAus und #EarthHour. Mehr Infos unter: https://www.wwf.de/earth-hour

Internationaler Frauentag - 8. März 2022

Liebe Hochschulangehörige,
bis zur endgültigen Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern muss weltweit und in Deutschland noch Einiges passieren. Doch die Ehe für alle, die “MeToo”-Bewegung, Lohngleichheit in Island und die Tatsache, dass Frauen in Saudi-Arabien mittlerweile Auto fahren dürfen, sind jüngere Schritte auf dem langen Weg zu Gleichberechtigung.

Weitere positive Trends: die immer besseren Abschlüsse, die Frauen in der allgemeinen und beruflichen Bildung erzielen, und die langsam, aber hoffentlich kontinuierlich steigende Zahl an Frauen in Führungspositionen. Und wir sollten uns ja hin und wieder auch an das erinnern, was schon erreicht werden konnte... Das Team der Gleichstellung wünscht einen schönen Frauentag!

(Bild: Getty Images/ Yahoo Style)

66 Tage arbeiten Frauen in 2022 umsonst....

Anlässlich des nächsten Equal Pay Day am 07. März 2022 eine aktuelle Info: Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts verringerte sich die deutsche Gender-Lohnlücke um einen Prozentpunkt und liegt nun bei 18 Prozent. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen in 2022 66 Tage umsonst. "Frauen übernehmen 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit, und die Pflege- und Erziehungsberufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, sind unterbezahlt. 18 Prozent Lohnunterschied sind immer noch 18 Prozent zu viel. Wir brauchen Game Changer für equal pay", fassen es die Initiatorinnen des EPD, Business and Professional Women (BPW) Germany, zusammen.

Studien zeigen: Frauen fordern weniger häufig als Männer mehr Geld für die gleiche Arbeit - und wenn sie es tun, werden sie als unsympathisch(er) wahrgenommen. Frauen brauchen also mehr weibliche Vorbilder, die ihnen vorleben, wie es anders geht. An Hochschulen eingerichtete Alumni-Netzwerke können die Vernetzung von Frauen untereinander erleichtern, und Mentoring-Programme anbieten, die der Karriereförderung – vor allem von Studentinnen – dienen. Die Gleichstellung und der VdF der HS MA sind dabei: mit dem Karriereprogramm "moveMINT".

Vergangene Aktivitäten und Veranstaltungen

Hier finden Sie Beiträge zu vergangenen Veranstaltungen und Aktivitäten der Gleichstellung sowie zu wichtigen Gedenk- und Aktionstagen.

Rückblick auf die 2. Genderschulung - 8.12.21

Im Dezember fand die zweite in 2021 von der Gleichstellung organisierte Schulung statt, diesmal zum Thema "Gender und gendergerechte Sprache". Die Professorin Gunda Rosenauer nahm uns dazu mit auf einen praxisnahen und lebendigen, multimedial ausgestalteten Streifzug.

Der Start wurde mit dem Genderbread gesetzt - einer Visualisierungshilfe, die den Unterschied zwischen sex, gender und identity erklärt. Dann ging es in die ersten Breakout-Sessions, um sich in Kleingruppen über das Gendern auszutauschen. Zwei Gedanken von Teilnehmenden dazu: Man sollte es "nicht zu religiös betreiben" und "Die Symbolkraft ist wichtig, um Frauen sichtbar zu machen". Divers also nicht nur unsere Welt, sondern auch unsere Meinungen...

Respekt ist daher wichtig - letztlich sind wir trotz unserer Verschiedenheiten (Geschlecht, Alter, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung, Religion...) zu "100% Mensch", so der Appell von Frau Rosenauer. Indem wir gender-inklusiv oder auch genderneutral sprechen und schreiben, zeigen wir Respekt vor dieser Vielfalt. Argumente gegen das Gendern lassen sich entkräften, da unsere Sprache, unser Wortschatz immer im Fluss sind: Wer hat vor fünf Jahren schon vermutet, dass Worte wie  "Homeschooling" oder "Social distancing" in unsere Alltagssprache einfließen? Insgesamt zeigt der Überblick über die Forschungslage ein klares Pro fürs Gendern: Beim generischen Maskulinum werden Frauen trotz aller gutgemeinten Hoffnungen nämlich nicht mitgedacht. Das beginnt schon bei unseren Kindern... Texte werden, so weitere Studien, dadurch auch nicht unverständlicher.

Zum Abschluss noch ein 'Rätsel' - gerne mitraten:

Ein Vater fährt mit seinem Sohn im Auto. Sie haben einen schweren Unfall, bei dem der Vater sofort stirbt. Der Sohn wird mit schweren Kopfverletzungen in eine Spezialklinik eingeflogen. Die Operation wird vorbereitet, alles ist fertig. Der Chef-Chirurg erscheint, wird plötzlich blass und sagt: "Ich kann ihn nicht operieren, das ist mein Sohn!". 
Wie kann das sein?

Senden Sie gerne eine Mail ans Team der Gleichstellung, wenn Sie die PPT zum Vortrag erhalten möchten.

25.11.21: Orange your City - gegen Gewalt an Frauen

Auch die HS MA setzte am 25.11.21 ein leuchtendes Zeichen und nahm teil an der Aktion "Orange your city" als klares Nein zur Gewalt an Frauen: Das zentrale Gebäude der HS wurde  - u.a. mit Unterstützung der Gleichstellung - orange angestrahlt.

Hintergrund: Am 25.11.1960 ließ der Diktator der Dominikanischen Republik Trujillo die drei Mirabal-Schwestern ermorden, da sie es gewagt hatten, sich für politische Freiheit im Land einzusetzen. UN-Women setzt seit 2008 zum Gedenken die Kampagne "Orange the World" um.

Gewalt gegen Frauen ist auch heute noch ein universelles, oft  unsanktioniertes Verbrechen mit vielen Gesichtern. Dazu berichteten die Professorin Ulla Törnig von der Fak. S und Frau Smith von Zonta in der "Aktuellen Stunde".  Ehrenmorde, Zwangsprostitution, Frauenhandel, Zwangsehen, sexuelle Belästigung und Nötigung, Vergewaltigung,  geschlechtsspezifische Benachteiligungen - allein in Deutschland fliehen jährlich 40.000 Frauen vor ihren gewalttätigen Männern ins Frauenhaus. Die Professorin Katharina Müller informierte über erschreckende Ergebnisse zum "mental load" von Frauen in der Covid19-Pandemie: Die Hauptlast der Care-Arbeit lag und liegt schwer auf ihren Schultern. Partnerschaftliche Gleichstellung? Nein, eher eine Rolle rückwärts in alte Rollenverständnisse, die wir längst überwunden wähnten...

Helene-Hecht-Preisverleihung - 24.10.2021

Ein goldener Sonntag, auch in Sachen Frauenförderung! Heute um 11.00 Uhr wurde – bei herrlichem Sonnenschein – der Helene Hecht-Preis bzw. Helene Hecht-Nachwuchspreis im NTM verliehen. Mit den Preisen fördert die Stadt Mannheim und der FrauenKulturRat herausragende Leistungen von Frauen aus dem Kunst- und Kulturbereich in der Metropolregion Rhein-Neckar.

2021 werden die Preise in der Kategorie „Theater/ Performing Arts/ Darstellende Kunst“ verliehen. Der Helene Hecht-Preis geht an das Künstlerinnenduo Lea Langenfelder und Sophie Lichtenberg. Den Helene Hecht-Nachwuchspreis erhält Julla Kroner.

Die Hochschule Mannheim bzw. Gleichstellung der HS MA durften mitfeiern und gratulieren den drei Preisträgerinnen sehr herzlich!

Weitere Infos zur Preisverleihung finden Sie hier.

Auftakt zur 2. moveMINT-Welle 2021/2022

Am 22.10.2021 gegen 20.00 Uhr hieß es nach knapp zwei Stunden "Tassen und Gläser hoch!": Ungetrübt von der erforderlichen Digitalität des Geschehens konnten alle Mitwirkenden an der 2. Welle des Karrierementorings <moveMINT> gut gelaunt miteinander anstoßen, begleitet durch motivierende Abschlussworte von Annett-Kathrin Wohlgemuth vom Verein der Freunde der HS MA.

Den Auftakt um 18 Uhr machte Chirly dos Santos-Stubbe von der Gleichstellung der HS MA: Sie begrüßte alle neuen Mentees sowie Mentor:innen und Mitwirkende sehr herzlich und setzte damit den Startschuss für die zweite Mentoringrunde. Und dann konnten sich alle, insbesondere natürlich die Mentoring-Tandems, virtuell weiter "beschnuppern": In Unterräumen gab es ausreichend Gelegenheit, von sich, Studium oder Beruf und bspw. persönlichen Entspannungstechniken zu berichten.

Das Team der Gleichstellung freut sich über diesen gelungenen Auftakt und noch mehr auf die folgenden Monate mit euch und Ihnen! Wir werden auch in dieser Mentoringrunde den Austausch mit den Mentor:innen mit lebensnahen, berufsrelevanten Impulsveranstaltungen weiter einrahmen.

____________________________________________________

Frauenwirtschaftstage 2021 - Rückblick auf den 15.10.2021

Mit unbewussten Geschlechter-Vorurteilen hat sich die Kulturwissenschaftlerin Christine Sing für unsere im Netzwerk geplante Veranstaltung der Frauenwirtschaftstage 2021 beschäftigt. Christine Sing ist Diversitätsberaterin und begleitet Frauen und Unternehmen bei Change, Diversität und NewWork.

„Unser Gehirn bildet Gewohntes ab“ – so könnte man die erste Imaginationsübung für das Publikum im Ergebnis zusammenfassen. Ein CEO ist in unserem Kopf wahrscheinlich nicht weiblich, ein Paar nicht homosexuell, der Pilot im Cockpit nicht schwarz…. Für unsere „Engstirnigkeit“ gibt es gute Argumente: Zum einen möchten wir unsere komplexe Welt reduzieren und uns vor Unbekanntem, ggf. Gefährlichem schützen wie einst vor dem Säbelzahntiger; zum anderen neigen wir zur Verdrängung anderer Wirklichkeiten. Selbstkritisch darf ich übrigens jederzeit überprüfen, wo ich hier selbst stehe, bspw. durch den Implicit Association Test (Harvard).

Diversität – das ist längst nachgewiesen – fördert den Output von Teams und auf den Führungsetagen und trägt damit maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens bei. Dennoch prägen verschiedene Verzerrungseffekte unsere Berufs- und Lebenswelt maßgeblich. 7 Formen von Voreingenommenheit stellte Frau Sing vor (zum Vergrößern oben aufs Bild klicken) und forderte dann zur Abstimmung auf: Welchen Effekten sind wir schon selbst begegnet, welchen gar unterlegen? Das Ergebnis lässt sich sehen…

Unbewusste Vorurteile aufzulösen, das muss gewollt sein. Aber wie? Am Anfang steht die Erkenntnis: Wo handle ich selbst stereotyp, wo sind meine blinden Flecke, wie agiere ich als Frau, insb. auch gegenüber anderen Frauen? Der zweite Schritt: Wir probieren neue (Denk-) Weisen, neue Wege aus, gehen in die Veränderung. Und zuletzt: Wir trainieren uns selbst. Und das geht wie so oft nur durch Übung, Übung, Übung.  So wurden alle Teilnehmer:innen – auch zur Vernetzung – infolge sieben Breakout-Rooms zugewiesen, um verschiedene Situationen zu diskutieren und zu „lösen“.

Übrigens: Beruflicher Erfolg beruht nur zu 10% auf Kompetenz. Wichtigster Faktor zu 60% sei das Netzwerk und mit 30 % die eigene Selbstvermarktung, so hat es IBM in einer Studie herausgefunden.

Anschließend gab Frau Sing noch einen Einblick, was Organisationen tun müssen, um unbewusster Geschlechter-Vorurteile zu überwinden – denn wie bei Menschen gibt es auch in vielen Abläufen und Prozessen Voreingenommenheiten (z.B. bei Einstellung, Beförderung, Budgeting). Hier sei es dringend an den Chefetagen, diese Prozesse durch konkrete Interventionen zu verändern.

Grafisch „untermalt“ wurde das gesamte Event von Sandra Schulze… ein mitwachsendes Bild, das wir Ihnen hier auch in seiner finalen Version zur Verfügung stellen.

Workshop "Gender-Sensibilisierung" - 10.06.2021

„Sie haben 4 Minuten – suchen Sie einen typisch weiblichen und einen typisch männlichen Gegenstand aus Ihrer Umgebung“. So lautete die Arbeitsanweisung zum Auftakt des Gender-Workshops, für den wir Prof. Kathrin Hänel gewinnen konnten, Dipl.-Psychologin, Coach und Professorin für soziale und methodische Kompetenzen an der HVF Ludwigsburg. Und schon platzten die ersten bias-Knoten: „Den Schraubenzieher nutze ich eigentlich viel häufiger als mein Mann“, relativierte eine Teilnehmerin in der Vorstellungsrunde ihren „typisch männlichen“ Gegenstand.

Frau Prof. Hänel nahm uns dann mit auf einen interessanten Streifzug über die Wirkung/-sfelder der sog. „gender biases“, also Verzerrungseffekte, die dadurch entstehen, dass eine Unterschiedlichkeit von Frauen und Männern dort angenommen wird, wo (möglicherweise) keine besteht. Fazit: Von der Notengebung im Studium über Professorinnen-Ratings, Bewerbungen bis hin zu Publikationen: Frauen werden immer noch und immer wieder benachteiligt und schlechter bewertet, auch in sog. Doppelblind-Studien.

Die Forschungsergebnisse zu genderfairer Sprache sind ähnlich eindeutig: Frauen werden leider häufig nicht mitgedacht, wenn sie nicht explizit mitangesprochen werden – sie bleiben unsichtbar. An der HS MA wird dem entgegengewirkt, u.a. mit Mentoringprogrammen wie „Traumberuf Professorin“ und „moveMINT“. Und doch gibt es noch einiges zu tun… Das Team der Gleichstellung wird daher zu gegebener Zeit eine weitere Schulung organisieren und freut sich schon drauf.

Pride month Juni 2021

Der Pride Month fand seinen Weg aus den USA auch nach Deutschland. Er wird jedes Jahr im Juni von der lgbtiq*-Community gefeiert und erinnert an die Stonewall Riots im Juni 1963, eine Serie gewalttätiger Konflikte zwischen trans Menschen, Schwulen und Polizeibeamten. Austragungsort war New York City, genauer: die Christopher Street. Der Pride Month ist Anlass, warum nun bis in den August hinein in zahlreichen Städten Christopher Street Days (kurz: CSDs) stattfinden - als Demonstrations-, Gedenk- und Festtag, den Schwule, Lesben, queere, inter- und trans*-idente Menschen und mittlerweile auch viele straight Allys (sozusagen "heterosexuelle Verbündete") gemeinsam feiern.

Ist das wirklich noch notwendig? Ja. 16,5% der Befragten einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage stimmten im Jahre 2016 der Aussage zu, dass es „ekelig sei, wenn Homosexuelle sich küssen“. Rund 12% der Befragten stimmten ebenso der Aussage zu, dass ihnen eine Zusammenarbeit mit lesbischen und schwulen Kollegen:innen am Arbeitsplatz unangenehm wäre. 18,4% der Befragten gaben an, dass „Transsexuelle und Transgender versuchen sollten, nicht so aufzufallen“. Daher: LGBTIQ+-Personen wird oftmals vorgehalten, sich und die eigene sexuelle Identität bzw. Geschlechtsidentität in den Vordergrund zu drängen und unangemessen viel Aufmerksamkeit einzufordern. Bitte hier nicht den Fehler machen zu übersehen, dass LGBTIQ*-Lebensweisen  - im Gegensatz zu Heterosexualität und Cis-Identität - auch heute noch von vielen als (unangenehme) Abweichung und Besonderheit betrachtet werden.

Vortrag "Führen in Teilzeit" - 18. Mai 2021

„Das ist doch wieder so eine Gleichstellungsaktion für Muttis!“. Soweit zum Klischee, wenn es um das Thema „Führen in Teilzeit“ geht. Und was sagen Wissenschaft und Forschung? Die Gleichstellung der HS MA hat zu diesem Thema die Professorin Anja Karlshaus von der CBS International Business School eingeladen. Frau Karlshaus kann nicht zuletzt durch ihr Buch „Teilzeitführung - Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten in Organisationen“ (2017, Springer Gabler Verlag) als Expertin gelten. Sie zeigte u.a. auf, dass die Vision von Chef:in-Sein in Teilzeit zunehmend auch von männlichen Führungskräften verfolgt wird. Es gibt somit auf allen Geschlechterseiten lebenslagen-bedingte Bedürfnisse nach mehr freier Zeit.

Die Gleichstellung bedankt sich herzlich für den komprimierten Überblick über ein Thema, das mit Corona weiter an Fahrt aufgenommen hat - wir werden die begonnene Diskussion ganz sicher fortsetzen!

Deutscher Diversity Day

18.05.2021: Heute möchten wir auf den „Deutschen Diversity-Day“ aufmerksam machen - ein jährlich wiederkehrender, bundesweiter Aktionstag des Vereins Charta der Vielfalt, der Organisationen dazu aufruft, sich für Vielfalt einzusetzen und Bewusstsein für Diversität zu schaffen. Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Beschäftigten die gleiche Wertschätzung und Förderung erfahren, unabhängig von Nationalität, ethnischer Hernkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung und Identität.

Die Hochschule Mannheim hat sich in ihrem Leitbild zur Vielfalt verpflichtet. Sie berücksichtigt die äußerlich wahrnehmbare und subjektive Unterschiedlichkeit aller Beteiligten und nutzt diese als Ressource. In diesem Zusammenhang gilt das besondere Augenmerk u.a. der Chancengleichheit von Männern und Frauen. Mit  Mentoringprogrammen wie „Traumberuf Professorin“ oder „moveMINT“ setzen wir uns aktiv und erfolgreich dafür ein.

Wie fit sind Sie in Sachen Diversity? Hinter dem folgenden Link befindet sich das Quiz zum Selbsttesten für 2021 und auch das Quiz des Vorjahres ist hier verlinkt: www.charta-der-vielfalt.de/aktivitaeten/deutscher-diversity-tag/diversity-das-online-wissensspiel/

Viel Spaß beim Quizzen!

 

Nachlese zum Girls' Day 2021

MINT-bunt gefüllt und ohne jede technische Hürde lief er ab, der erste virtuelle Girls‘ Day an der Hochschule Mannheim. Das Team der Gleichstellung hatte viele Gäste eingeladen, u.a. zum Girls-Talk am Nachmittag. Herr Prof. Röder gab uns schon am Vormittag einen brodelnden Live-Einblick in den „Hexenkessel“ seines Labors. Lea Wanisch führte in das spannende Projekt delta racing ein, Isabell Sommer und Angelika Hirsch zeigten den Aufbau eines DIY-Wurmkomposters für Zuhause.

Das und viel mehr gab es am 22.4.21 für 24 Speyerer Schülerinnen zu sehen. Wir danken allen Beteiligten für ihr tolles Engagement und auch für das schöne Feedback der begeisterten Gymnasiastinnen, siehe Bild.

Übrigens: Eine Befragung im Rahmen des Girls’ Day und Boys’ Day 2019 belegt, dass die Aktionstage sowohl kurzfristig wie auch langfristig wirken. So steigt die Zahl der Girls’Day-Teilnehmerinnen, die einen Wunschberuf aus dem MINT-Bereich nennen, direkt nach dem Aktionstag um beachtliche sechs Prozent. Selbst ein halbes Jahr später sind es immer noch vier Prozent – das entspricht hochgerechnet auf die jährliche Gesamtteilnehmerinnenzahl, etwa 4.000 Mädchen!

Digitaler Girls' Day am 22.4.2021

Das Team der Gleichstellung veranstaltet in Kooperation mit den MINT-Fakultäten dieses Jahr wieder einen Girls' Day! Nachdem er in 2020 der Pandemie gänzlich zum Opfer fiel, darf nun zumindest an einer digitalen Version gefeilt werden, so dass am 22.4.21 die Schülerinnen eines Gymnasiums in Speyer vom Bildschirm aus spannende Experimente beobachten, nachmachen und reflektieren können. Zudem werden sie quizzen und diverse Projekte aus der Hochschule MA kennenlernen - von D wie Delta Racing über M wie moveMINT hin zu W wie Wurmkomposter.

Den Abschluss des Tages bildet wieder die beliebte Diskussionsrunde mit Studentinnen und Professorinnen, der sogenannte Girls' Talk. Alles, was frau wissen möchte zu einem MINT-Studium oder -Job an der HS MA, lässt sich hier erfragen. Wir freuen uns und die Quizpreise liegen schon bereit!

Jahr 2020

Die Wellen reiten statt untergehen!

Rückschau auf die Frauenwirtschaftstage 2020

Wie schon in den vergangenen Jahren hat sich die Hochschule Mannheim mit ihren Partnern, der Kontaktstelle Frau und Beruf  Mannheim Rhein Neckar-Odenwald, dem John-Deere-MitarbeiterInnen-Netzwerk WomenREACH Germany,  dem Kompetenzzentrum FeMale Business gig7, und der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald zusammengetan, um zu den Frauenwirtschaftstagen 2020 eine interessante Veranstaltung über ein aktuelles Thema auf die Beine zu stellen.

Sind Frauen in besonderem Maße von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen? Können wir trotz all der negativen Schlagzeilen der Vergangenheit Positives aus dieser einschneidenden Erfahrung mitnehmen? Wie schaffen wir es, nicht in den Wellen unterzugehen, sondern eigene Energie aus ihnen zu gewinnen? Die von Frau Dunja Schenk geleitete Veranstaltung wurde mit begrenzter TeilnehmerInnenzahl als Präsenzveranstaltung angeboten und gleichzeitig für Online-ZuschauerInnen geöffnet. Auch im Hybridformat stieß die Veranstaltung schönerweise auf rege Nachfrage!

Resolution gegen sexualisierte Belästigung

Vertreterinnen und Vertreter aller Hochschularten und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer unterzeichneten am 12. August 2020 eine gemeinsame Resolution gegen sexuelle Belästigung und sexualisierte Diskriminierung an unseren Hochschulen und Einrichtungen und betonten in ihren Statements die Wichtigkeit einer eindeutigen Positionierung gegen jede Form der sexuellen Belästigung.

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert und bestellt hierfür eine Vertrauensanwältin oder einen Vertrauensanwalt für Fragen im Zusammenhang mit sexualisierter Diskriminierung, sexueller Belästigung und Gewalt für die Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums.

Hier geht es zum moveMINT-Mentoringprogramm

Gleichstellungsbeauftragte

Prof. Dr. Angelika Hirsch
Gebäude E, Raum 103
+49 621 292-6801
gleichstellung@hs-mannheim.de

Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte

Prof. Dr. Chirly dos Santos-Stubbe
Gebäude C, Raum 406
+49 621 292-6733
gleichstellung@hs-mannheim.de

Stellvertretender Gleichstellungsbeauftragter

Prof. Dr. Stefan Vinzelberg
Gebäude E, Raum 102
+49 621 292-6786
gleichstellung@hs-mannheim.de

Mitarbeiterin Gleichstellung

Astrid Kickum
Gebäude R, Raum 012
+49 621 292-6595
a.kickum@hs-mannheim.de

Studentische Mitarbeitende

Teresa Weinz u. Elena Sporer

Hilfe in Belastungs-situationen

Wenn Sie sich aktuell in einer Belastungs- oder Krisensituation befinden, in der Sie Hilfe oder eine Beratung suchen, haben wir hier für Sie Anlaufstellen in Mannheim zusammengestellt, an die Sie sich wenden können. Wir können Sie hierzu auch jederzeit gerne beraten.