Die Technische Hochschule Mannheim hat im Programm „Leistungsorientierte Förderung des akademischen Mittelbaus für Forschungsgruppen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) herausragend abgeschnitten. Erfolgreich waren die CeMOS-Forschungsgruppen von Prof. Hopf, Prof. Rudolf und Prof. Wasenmüller, die gemeinsam Mittel für zwei zusätzliche wissenschaftliche Mitarbeiterstellen über drei Jahre in Höhe von insgesamt rund 500.000 Euro einwerben konnten. Die geförderten Professoren konnten für die Auszeichnung mit einer ganzen wissenschaftlichen Stelle das erfolgreiche Einwerben von jährlich >1 Mio. EUR Drittmittel über mehrere Jahre nachweisen, für eine halbe Stelle die Hälfte.
Antragsberechtigt waren Professorinnen und Professoren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), die in den vergangenen drei Jahren in erheblichem Umfang Drittmittel eingeworben und hochkarätig publiziert hatten. Die Vergabe der sehr kompetitiven Fördermittel erfolgte landesweit im Wettbewerb aller HAW-Professorinnen und -Professoren. Eine unabhängige, leistungsorientierte Begutachtung stellte sicher, dass ausschließlich herausragende und nachhaltig erfolgreiche Forschungsgruppen gefördert werden.
Die Zuwendung ermöglicht es der Hochschule, den erfolgreichen Betrieb der größten Forschungsgruppen auch in den kommenden drei Jahren auf hohem Niveau fortzuführen. Mit den Mitteln kann hochqualifiziertes wissenschaftliches Personal unabhängig von kurzfristigen, projektgebundenen Aufgaben finanziert werden. Dadurch wird die Kontinuität und Qualität der Forschungsarbeit langfristig gesichert.
Das Mittelbauprogramm wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal ausgeschrieben. Es trägt dazu bei, dauerhaft erfolgreiche Forschungsgruppen an HAW strukturell zu stärken und ihre Weiterentwicklung zu fördern. Die Förderung besitzt eine Hebelfunktion, indem sie die nachhaltige Einwerbung weiterer Drittmittel unterstützt und zugleich den wissenschaftlichen Nachwuchs für leitende Tätigkeiten in der Forschung qualifiziert. Bereits in den vorhergehenden Förderrunden war die TH Mannheim erfolgreich vertreten.
Die drei geförderten Forschungsgruppen sind Teil des Forschungs- und Entwicklungszentrums CeMOS und forschen in unterschiedlichen Bereichen:
Prof. Dr. Carsten Hopf erforscht mit seiner Forschergruppe „Computer-gestützte Massenspektrometrie und Bioanalytik“ die Anwendung neuer ortsaufgelöster Messtechniken in der Klinik, den Lebenswissenschaften sowie der Biotech-, Pharma-, Chemie und Diagnostikindustrie.
Prof. Dr. Rüdiger Rudolf arbeitet an der Entwicklung und Nutzung von dreidimensionalen Zellmodellen und der damit verbundenen bildgebenden Analytik und Datenanalyse für die angewandte und pharmazeutische Forschung.
Prof. Dr. Oliver Wasenmüller erforscht mit einer Forschungsgruppe „Intelligente Systeme“ den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Computer Vision in verschiedenen Anwendungsfeldern wie Automotive, Robotik und den Lebenswissenschaften.
„Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, der einmal mehr die Forschungsstärke und Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschule unterstreicht“, so Prof. Dr. Mathias Hafner, Prorektor für Forschung und Technologietransfer. „Die Förderung des MWK ist eine wichtige Anerkennung der hervorragenden Forschung der so geförderten Professoren. Mein besonderer Glückwunsch gilt den drei erfolgreichen Forschungsgruppen.“
