Beim diesjährigen Girls’ Day an der Technische Hochschule Mannheim stand alles unter dem Motto „Bits, Bots and Bubbles – Life Science mal anders“. Der bundesweite Aktionstag zur Berufs- und Studienorientierung bietet seit über 20 Jahren Schülerinnen die Möglichkeit, Berufe und Studienfelder kennenzulernen, in denen Frauen noch immer unterrepräsentiert sind, insbesondere in den MINT-Bereichen.
An der TH Mannheim ist dieser Tag ein fester Termin, der mit großer Freude und viel Engagement gestaltet wird. Organisiert wurde das Programm von der MINT-Kontaktstelle gemeinsam mit dem Zentrum für Lehren und Lernen (ZLL), der Gleichstellung sowie den Fakultäten Biotechnologie, Elektrotechnik, Informationstechnik und Verfahrenstechnik. Ziel ist es, jungen Frauen praxisnahe Einblicke in Technik und Wissenschaft zu ermöglichen und Hemmschwellen abzubauen.
Insgesamt 32 Schülerinnen nutzten die Gelegenheit, naturwissenschaftliche und technische Themen hautnah zu erleben. In praxisnahen Workshops wurde experimentiert, ausprobiert und entdeckt. Ganz nach dem Motto: Selbst machen statt nur zuhören.
Die Teilnehmerinnen stellten eigenen Bubble Tea her, probierten ihn direkt vor Ort und erhielten dabei Einblicke in die naturwissenschaftlichen Prozesse dahinter.
Im Biotechnologie-Labor arbeiteten sie in Kleingruppen experimentell und isolierten beispielsweise DNA aus Bananen. Ein Gespräch mit Professorin Christina Henser über Möglichkeiten nach dem Studium, die eigenen Interessen und den Fachbereich Biotechnologie rundete diesen Programmpunkt ab.
Die Chemie- und Verfahrenstechnik öffnete die Tore zur beeindruckenden Verfahrenshalle. Hier konnten die Schülerinnen an mehreren Stationen Einblicke in das Studium gewinnen und selbst experimentieren. Highlights waren die Demonstration der Tablettenpresse sowie die Herstellung von Traubenzucker-Tabletten.
Die Life Sciences sind heute auch eng mit Künstlicher Intelligenz und Robotik verknüpft: Das CeMOS KI-Lab „Intelligente Systeme“ demonstrierte unter anderem KI- und Computer-Vision-Verfahren für sichere Mensch-Roboter-Interaktion, sprachbasierte Robotik und Assistenzrobotik im Pflegeumfeld.
Der Tag endete mit einem gemeinsamen Mittagessen mit Studentinnen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Hier konnten sich die Teilnehmerinnen ganz frei und ungezwungen mit den Studierenden austauschen. In einem Quiz mit einer Promotionsstudentin der Medizintechnik drehten sich die Fragen rund um das Studium und Leben in Mannheim.
Der Girls’ Day verfolgt das Ziel, Mädchen frühzeitig für MINT zu begeistern, Stereotype aufzubrechen und durch praktische Erfahrungen neue Interessen zu wecken. Denn noch immer sind Frauen in technischen Studiengängen und Berufen unterrepräsentiert – nicht wegen fehlender Fähigkeiten, sondern häufig aufgrund fehlender Vorbilder und Zugangsmöglichkeiten.
Als praxisorientierte Hochschule sieht die TH Mannheim ihre Verantwortung darin, Talente früh zu fördern, Zugänge zu schaffen und Begeisterung für Technik und Wissenschaft zu wecken. Formate wie „Bits, Bots and Bubbles“ zeigen eindrucksvoll, wie lebendig, relevant und kreativ MINT sein kann.
Wir freuen uns schon darauf, auch im nächsten Jahr wieder viele interessierte Schülerinnen an der TH Mannheim begrüßen zu dürfen!



