Starker Auftritt der TH Mannheim beim Neujahrsempfang der Stadt

Zahlreiche Akteure und Akteurinnen der TH Mannheim konnten am gestrigen Dienstag, 6. Januar 2026, beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim die Innovationsstärke der Hochschule einem breiten Publikum präsentieren. Unter dem Slogan „Innovationen made in Mannheim“ verteilten sich auf der Aktionsfläche in Ebene 2 spannende Mitmachangebote aus der Medizintechnik, Digitalisierung und der KI/Robotik. Auch Delta Racing mit seinem selbst gebauten autonom fahrenden E-Rennwagen zeigte Präsenz und begeisterte vor allem das junge Publikum. An einem zweiten, kleineren Stand im Erdgeschoss erhielten die Besucher Informationen rund um das Studium

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Oberbürgermeister Christian Specht besucht die Aktionsfläche "Innovation made in Mannheim" (Foto: C. Boll)

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Auf der Bühne mit Sonja Zimmermann: Prof. Dr. Oliver Wasenmüller (Foto: C. Boll)

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Roboterhund hebt ihm seine heruntergefallende Handcreme auf (Foto: C. Boll)

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Kindgerechte Exponate in der Gesundheitsforschung (Foto: C. Boll)

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Foto: C. Boll

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Alzheimer besser verstehen und Ablagerungen im Gehirn sichtbar machen (Foto: C. Boll)

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

VR-Anwendungen in Bildung (Foto: C. Boll)

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Spielsachen aufheben - eine leichte Übung für Roboterhündin Grace (Foto: C. Boll)

Neujahrsempfang der Stadt Mannheim

Besonderer Gast am Stand: ehemaliger Rektor Professor Dietmar von Hoyningen-Huene (Foto: C. Boll)

Prof. Wasenmüller moderierte den Festakt

Besonderes Highlight der Veranstaltung war die Co-Moderation von Prof. Dr. Oliver Wasenmüller beim Festakt des Oberbürgermeistes Christian Specht im Mozartsaal. Zusammen mit Hockey-Spielerin Sonja Zimmermann führte er durch die zweistündige Veranstaltung. Seine Roboterhündin Grace, die nun in neuem Gewand im Corporate Design der Hochschule – mit blauen Mannheimer Punkten – erscheint, zeigte bei ihrem Auftritt ihr Können und hob für ihn eine heruntergefallene Handcreme auf. 

„Mutmacher“-Exponate der TH Mannheim

Mit GRACE, dem KI-gestützten Smart-Assistenten, erklärte Prof. Dr. Oliver Wasenmüller und sein Team, wie Computer Vision und KI zusammenarbeiten, um die Umgebung zu erfassen und Objekte zu erkennen. Mit der Chat-App stellte er eine Freitext-Interaktion vor, mit der Befehle über ein Sprachmodell (Large Language Model) in konkrete Roboteraktionen umgesetzt werden. 

Für die KI-gestützte Hygieneüberwachung wurde Prof. Wasenmüller 2025 mit dem KI-Champion Award des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Am Stand erläuterte er, was genau hinter dem Projekt steckt: In heutigen Krankenhäusern und Laboren werden täglich Proben und Abstriche auf Petrischalen kultiviert und manuell geprüft – ein aufwendiger, fehleranfälliger Prozess. Das Exponat, bestehend aus einem Kamera- und KI-System, automatisiert diese Analyse und zeigt anschaulich, wie modernste neuronale Netze die Koloniedetektion unterstützen und damit eine effiziente und präzise digitale Hygienekontrolle ermöglichen.

Das CeMOS-Team rund um Natascha Heß-Mohr ließ die Besucher in die Welt der VR eintauchen, indem sie spielerisch die Verfahrenstechnik kennenlernen konnten und interaktiv in einem 360°-Rundgang in einer realen Industrieanlage knifflige Rätsel lösen konnten. Ein digitaler Avatar vermittelte darüber hinaus immersiv und interaktiv Lerninhalte. 

Erik Spoor ebenfalls von CeMOS zeigte mithilfe eines Hausmodells, wie Wärmebildkameras verschiedene Dämmmaterialien erkennen können. Auch im Gepäck hatte er die TransforMA-Demonstratoren zur Speiseölerkennung und der Schimmelerkennung im Brotkasten.

Dr. Sandra Schulz, Shirley Krämer und Reinhild Trauth aus dem CeMOS-Team um Prof. Dr. Carsten Hopf stellten digitale Technologien des Industriekonsortiums M2Aind der TH Mannheim für die Wirkstoffforschung vor. Sie präsentierten anschaulich, wie Biomedizin, Analytik-Technologie und moderne Datenanalyse vereint werden, um neue Insektizide zu entwickeln, damit resistente Malaria-Mücken wieder wirksam bekämpft werden können und die Malaria-Prävention weltweit gestärkt wird. 

Sie zeigten zudem im Kontext der Alzheimererkrankung, wie mit einer bildgebenden Analytik-Technologie Ablagerung von Eiweißen und Fetten im Gehirn sichtbar gemacht werden können. Diese Aufnahmen helfen besser zu verstehen, was im Gehirn bei der Krankheit passiert und wie neue Wirkstoffe in der Industrie entwickelt werden könnten.

Eine besondere Attraktion für viele Besucher war auch der neue, 127 cm Größe und 35 kg schwere humanoide Roboter, der am Institute for Applied Artificial Intelligence and Robotics (A²IR, Informationstechnik) und dem Institut für Robotik (RI, Informatik) für die Erforschung der KI- und roboterunterstützten Pflege zum Einsatz kommt. Prof. Dr. Marcus Vetter und Prof. Dr. Thomas Ihme zeigten die Beweglichkeit in Tanzeinlagen und gaben einen Ausblick darauf, wie er künftig im Gesundheitswesen unterstützen kann. 

Ebenfalls große Aufmerksamkeit erregte der E-Rennwagen mit seinem Fahrsimulator. Studierende von Delta Racing gaben Auskunft zu den technischen Details des Fahrzeugs und dem Konstruktionswettbewerb der Formula Student. 


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