Das Start-up entwickelt mit der MELT Plate eine dünne, anpassbare Wärmespeicherplatte auf Basis von Phasenwechselmaterialien. Die Platten können insbesondere in leichte Bauweisen integriert werden und puffern Wärme, um starke Temperaturschwankungen und Überhitzung in Gebäuden zu reduzieren. Die MELT Plate ist 1,2 Zentimeter dick und kann nach Angaben des Unternehmens im Komfortbereich eine vergleichbare Pufferwirkung wie eine 25 Zentimeter starke Betonwand erreichen.
Ein wesentlicher Anwendungsbereich ist der passive Hitzeschutz: Die MELT Plate nimmt überschüssige Wärme auf, wenn die Raumtemperatur steigt, und gibt sie zeitversetzt wieder ab. Damit kann sie insbesondere in Leichtbaukonstruktionen, bei Dachsanierungen und Aufstockungen eingesetzt werden, wo die thermische Masse massiver Bauteile fehlt. Die Technologie funktioniert dabei ohne Strom, Sensoren oder zusätzliche Gebäudetechnik.
Gegründet wurde MELT-Ing von Frederik Wunder, M.Sc. Chemieingenieurwesen, und Dr.-Ing. Sebastian Sonnick gemeinsam mit ihrem ehemaligen Professor Prof. Dr. Matthias Rädle aus der Fakultät für Verfahrens- und Chemietechnik und dem Forschungszentrum CeMOS.
10.000 Euro für die Weiterentwicklung
Mit dem Gewinn in der Kategorie Impact erhält MELT-Ing 10.000 Euro Preisgeld, gestiftet vom Sponsor Essity. Insgesamt wurden beim MEXI 2026 in fünf Kategorien Preise vergeben. Die Kategorien Technologie, Dienstleistung, Impact und Scale Up sind jeweils mit 10.000 Euro für den ersten Platz dotiert; in der Kategorie Textile gibt es ein Mediapaket im Wert von 10.000 Euro sowie zusätzlich 2.500 Euro Preisgeld.
Der Mannheimer Existenzgründungspreis wird von der Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim gemeinsam mit NEXT MANNHEIM organisiert und zeichnet junge Unternehmen in den Kategorien Technologie, Dienstleistung, Impact, Textile und Scale Up aus. 2026 wurde der Preis erstmals auch in der Kategorie Scale Up vergeben.
